Ams Osram Aktie: Wichtiger Verkauf fixiert
05.02.2026 - 20:09:30Ams Osram trennt sich von einem Teil seines Geschäfts, um die Bilanz zu sanieren und die strategische Neuausrichtung voranzutreiben. Der Verkauf an Infineon spült dringend benötigtes Kapital in die Kassen, ruft jedoch gleichzeitig Arbeitnehmervertreter auf den Plan. Gelingt dem Konzern mit diesem Schritt die Fokussierung auf die Kernsparte oder bleiben die Risiken dominant?
- Käufer: Infineon Technologies übernimmt das Portfolio für nicht-optische Sensoren.
- Volumen: Der Kaufpreis beträgt 570 Millionen Euro in bar.
- Finanzielle Auswirkung: Der Verschuldungsgrad sinkt signifikant von 3,3 auf 2,5.
- Zeitplan: Abschluss der Transaktion für das zweite Quartal 2026 erwartet.
Fokus auf Entschuldung und Kernkompetenz
Der österreichisch-deutsche Technologiekonzern vollzieht einen klaren Schnitt. Für 570 Millionen Euro wechselt das Analog- und Mixed-Signal-Sensorportfolio, das zuletzt rund 220 Millionen Euro Jahresumsatz beisteuerte, den Besitzer. Käufer ist der deutsche Halbleiterriese Infineon. Ams Osram nutzt den Erlös primär zur Stärkung der Bilanz: Der Pro-forma-Verschuldungsgrad wird spürbar reduziert, was dem Unternehmen wieder mehr Luft zum Atmen verschafft.
Strategisch bedeutet dieser Schritt eine Konzentration der Kräfte. Das Management setzt künftig voll auf den Bereich „Digital Photonics“. In dieser Sparte für intelligente optische Halbleiter will sich der Konzern als Marktführer behaupten. Die veräußerten Teile, die Anwendungen in der Automobil-, Industrie- und Medizintechnik umfassen, gehörten nicht mehr zum definierten Kernfokus.
Unruhe am Standort Premstätten
Während die Bilanzkosmetik bei Finanzexperten auf Verständnis stößt, sorgt der Deal operativ für Diskussionsstoff. Rund 230 Mitarbeiter sollen im Zuge der Transaktion zu Infineon wechseln. Dies alarmiert die Gewerkschaften PRO-GE und GPA, die nun Garantien für den Standort Premstätten fordern.
Dort verbleiben rund 1.300 Beschäftigte. Da der Standort in der Vergangenheit massiv mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde, verlangen Arbeitnehmervertreter eine Sicherung von Know-how und Arbeitsplätzen in der Region. Diese interne Reibung könnte die Umsetzung der neuen Strategie begleiten, auch wenn Produktionsstätten laut Unternehmensangaben nicht direkt vom Verkauf betroffen sind.
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Aktie technisch stark unter Druck
Trotz der strategischen Klarheit zeigt sich der Markt bisher wenig euphorisch. Die Aktie notiert aktuell bei 8,89 Euro und hat auf 30-Tage-Sicht gut 6 Prozent an Wert eingebüßt. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch ist mit fast 36 Prozent beträchtlich.
Ein Blick auf die technischen Indikatoren verrät jedoch eine extreme Übertreibung nach unten: Mit einem RSI (Relative Strength Index) von 16,4 ist das Papier technisch massiv überverkauft. Dies könnte kurzfristig auf eine Gegenbewegung hindeuten, sofern die Anleger den Schuldenabbau honorieren.
Der Abschluss des Deals ist – vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen – für das zweite Quartal 2026 terminiert. Für Anleger wird entscheidend sein, ob die verbleibende Kernsparte „Digital Photonics“ in den nächsten Quartalen genügend Wachstumsimpulse liefert, um die zwar reduzierte, aber noch immer vorhandene Schuldenlast tragfähig zu machen.
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