Ams Osram Aktie: Radikaler Umbau
27.02.2026 - 04:40:03 | boerse-global.deTrotz solider Ergebnisse im Schlussquartal 2025 herrscht bei Ams Osram Katerstimmung. Der Technologiekonzern übertraf zwar kurzfristig die eigenen Erwartungen, schockte Anleger jedoch mit einem schwachen Ausblick und einem harten Sparprogramm. Während das Management den Konzerngesundschrumpfen will, stellen sich Investoren die Frage: Ist der massive Stellenabbau der Beginn einer nachhaltigen Wende oder ein Zeichen tiefergreifender Probleme?
Prognose enttäuscht, Sparstift regiert
Der Blick in den Rückspiegel fällt positiv aus: Mit einem Umsatz von 874 Millionen Euro und einer operativen Marge von 18,4 Prozent im vierten Quartal 2025 lieferte Ams Osram solide ab. Doch die Zukunftsmusik klingt misstönend. Für das erste Quartal 2026 rechnet der Vorstand nur noch mit Erlösen von rund 760 Millionen Euro. Verantwortlich für diesen Rückgang sind neben Währungseffekten vor allem die strategischen Desinvestitionen, die das Volumen drücken.
Um die Profitabilität zu sichern, greift das Management zum Äußersten. Das neu aufgelegte Programm „Simplify“ sieht den Abbau von rund 2.000 Arbeitsplätzen bis 2028 vor, wobei etwa die Hälfte der Streichungen Europa trifft. Besonders die deutschen Standorte Regensburg und Herbrechtingen müssen Federn lassen. Ziel ist es, die Kosten jährlich um 200 Millionen Euro zu senken. Diese drastischen Maßnahmen verdeutlichen den Ernst der Lage: Der Konzern muss schlanker werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Schrumpfkur für die Bilanz
Ein zentraler Baustein der neuen Strategie ist der Verkauf von Unternehmensteilen. Das nicht-optische Sensorgeschäft geht für 570 Millionen Euro an Infineon. Zusammen mit dem Verkauf der Speziallampensparte fließen dem Konzern rund 670 Millionen Euro zu.
Diese Mittel sind dringend nötig, um die Verschuldung in den Griff zu bekommen. Der Verschuldungsgrad soll durch die Einnahmen von dem Faktor 3,3 auf 2,5 sinken. Ams Osram erkauft sich durch die Abgabe von Umsatzvolumen also finanzielle Stabilität – ein klassischer Tausch von Wachstum gegen Bilanzqualität.
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Analysten skeptisch, Aktie volatil
Die Reaktion der Finanzprofis ließ nicht lange auf sich warten. Die Deutsche Bank stufte den Titel auf „Hold“ herab und begründete dies mit dem enttäuschenden Ausblick sowie steigenden Kostenbelastungen. Das charttechnische Bild spiegelt diese Unsicherheit wider. Zwar liegt die Aktie seit Jahresanfang mit einem Plus von knapp 14 Prozent im grünen Bereich, auf Sicht von zwölf Monaten steht jedoch ein Minus von rund 14 Prozent zu Buche.
Aktuell notiert das Papier bei 9,67 Euro und damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 13,84 Euro. Der Abstand zum gleitenden 200-Tage-Durchschnitt von 10,29 Euro signalisiert, dass der übergeordnete Aufwärtstrend Risse bekommen hat. Der extrem niedrige RSI-Wert von 16,4 deutet zudem auf eine kurzfristig überverkaufte Situation hin, was die Nervosität der Marktteilnehmer unterstreicht.
Langfristige Wette auf 2030
Der Vorstand versucht, den Blick auf die ferne Zukunft zu lenken. Bis 2030 soll Ams Osram als „Digital Photonics Leader“ wieder glänzen, mit Margen von über 25 Prozent und einem deutlich reduzierten Schuldenberg. Ob diese ambitionierten Ziele realistisch sind, muss das Management jedoch erst beweisen. Der nächste Realitätscheck steht am 7. Mai 2026 an. Dann werden die Zahlen zum ersten Quartal zeigen, ob die Restrukturierung bereits erste Früchte trägt oder ob die wegfallenden Umsätze schwerer wiegen als die Kosteneinsparungen.
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