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Ams Osram Aktie: 40 Millionen für Bildsensor-Sparte

12.05.2026 - 16:29:41 | boerse-global.de

ams OSRAM veräußert CMOS-Bildsensoren für 40 Millionen Euro und treibt damit den Schuldenabbau sowie die Fokussierung auf Photonik voran.

Ams Osram Aktie: 40 Millionen für Bildsensor-Sparte - Foto: über boerse-global.de
Ams Osram Aktie: 40 Millionen für Bildsensor-Sparte - Foto: über boerse-global.de

ams OSRAM trennt sich weiter von Randgeschäften — und der Markt honoriert den Kurswechsel. Der Verkauf der CMOS-Bildsensoren an indie Semiconductor passt in eine klare Linie: weniger Komplexität, mehr Fokus auf Photonik und ein schnellerer Abbau der Schulden. Nach der jüngsten Rally wirkt die Aktie allerdings nicht mehr wie ein übersehener Sanierungswert.

Portfolio wird schlanker

Der Konzern hat am 11. Mai eine Vereinbarung über den Verkauf der CMOS-Bildsensor-Produktlinie geschlossen. Der Kaufpreis liegt bei 40 Millionen Euro, davon sollen 35 Millionen Euro direkt in bar fließen. Der Rest ist als Verkäuferdarlehen mit zweijähriger Laufzeit strukturiert.

Die Sparte liefert intelligente Sensoren für Industrie, Automatisierung und Anwendungen rund um physische KI. Strategisch passt sie offenbar nicht mehr zum Kern, den ams OSRAM künftig stärker auf AI-Photonics und Augmented Reality ausrichten will. Der Abschluss der Transaktion wird innerhalb der nächsten sechs Monate erwartet.

Wichtiger ist die Botschaft dahinter. Nach dem bereits vollzogenen Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon setzt das Management die Bereinigung des Portfolios fort. Das reduziert zwar Umsatzbreite, schafft aber Kapital und erhöht die Sichtbarkeit der verbleibenden Wachstumsfelder.

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Schuldenabbau treibt die Neubewertung

Ein Teil des Verkaufserlöses soll in den Rückkauf von Wandelanleihen und Senior Notes fließen. Der Schuldenberg lag zuletzt bei rund 2 Milliarden Euro, daher zählt jeder Schritt zur Entlastung der Bilanz. Genau dieser Punkt macht die Nachricht für den Aktienmarkt relevanter als die Größe des Deals allein.

Operativ kam zuletzt ebenfalls Rückenwind. Im ersten Quartal 2026 erzielte ams OSRAM einen Umsatz von 796 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 16,5 Prozent und damit über den Erwartungen.

Am Dienstag notiert die Aktie bei 20,70 Euro und verliert damit leicht um 0,96 Prozent. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von gut 55 Prozent, über 30 Tage sind es 84 Prozent. Das zeigt: Die Aktie preist inzwischen deutlich mehr ein als nur einen einzelnen Portfolioverkauf.

Analysten ziehen nach

Jefferies hat die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel von 8,30 auf 21 Franken angehoben. Als möglicher Kurstreiber gilt dort auch die Spekulation über Meta als potenziellen Partner im Bereich KI-Photonik.

UBS sieht den fairen Wert nun bei 20 Franken und bleibt bei der Kaufempfehlung. JPMorgan wurde ebenfalls konstruktiver: Die Einstufung stieg von „Underweight“ auf „Neutral“, das neue Kursziel liegt bei 11,80 Franken.

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Für das zweite Quartal stellt der Konzern einen Umsatz zwischen 725 und 825 Millionen Euro in Aussicht. Die erwartete EBITDA-Marge liegt um 15 Prozent.

Am 10. Juni steht die ordentliche Hauptversammlung in Premstätten an. Dort dürften vor allem zwei Themen zählen: wie schnell die Entschuldung vorankommt und wie konkret ams OSRAM seine KI-Photonik-Strategie mit Kunden oder Partnern unterlegen kann.

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