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Amgen Aktie: Merck greift Repatha mit Lipfendra an

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 18:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

FDA-Zulassung für Mercks Lipfendra setzt Amgens Spritzen-Therapie Repatha unter Druck. Ein Patent-Erfolg bei Enbrel stützt das Geschäft.

Amgen Aktie: Neue Cholesterin-Tablette von Merck bedroht Repatha
Abstrakte Darstellung des Biotechnologie- und Pharmasektors mit konkurrierenden Lichtstrahlen in einer futuristischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Piks weniger, ein Problem mehr. Amgen verliert seine Vormachtstellung bei den modernen Cholesterinsenkern. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat Mercks Lipfendra zugelassen — die erste Tablette dieser Wirkstoffklasse.

Merck greift Repatha an

Bisher mussten Patienten für den PCSK9-Hemmer Repatha regelmäßig zur Spritze greifen. Merck bringt nun mit Lipfendra eine tägliche Tablette auf den Markt. Die Wirksamkeit ist beachtlich: Klinische Daten belegen eine Senkung des Cholesterinspiegels um 60 Prozent. Damit erreicht die Pille ein ähnliches Niveau wie das etablierte Amgen-Präparat.

Merck setzt parallel dazu auf einen harten Preiskampf. Mit 315 US-Dollar pro Monat liegt der Preis spürbar unter den Kosten für die Injektionstherapien. Der Komfort einer Tablette könnte viele Patienten zum Wechsel bewegen. Für Amgen bedeutet das einen strukturellen Angriff auf eine seiner wichtigsten Ertragssäulen.

Rückendeckung beim Rheuma-Mittel

Abseits der neuen Konkurrenz bleibt das operative Fundament stabil. In einem wichtigen Patentstreit um das Rheumamittel Enbrel verbuchte Amgen zuletzt einen Erfolg. Mehrere Gutachten stützen die Position des Konzerns vor dem US-Berufungsgericht. Damit dürfte der Patentschutz bis zum Jahr 2029 gesichert sein.

An der Börse reagierten Anleger dennoch nervös auf die neue Konkurrenzsituation. Die Aktie notiert aktuell bei 318,50 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 13,69 Prozent. Analysten von Guggenheim bewerten den Mix aus Risiken und Chancen neutral und sehen das Kursziel bei umgerechnet 343 US-Dollar.

Fokus auf den Abnehm-Markt

Die größte Hoffnung für künftiges Wachstum ruht auf der Entwicklung von MariTide. Das Phase-3-Programm für den Abnehm-Wirkstoff läuft bereits. Amgen setzt hier auf Bequemlichkeit. Während Konkurrenzprodukte wöchentlich gespritzt werden müssen, testet der Konzern monatliche oder quartalsweise Anwendungen.

Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal folgt im August 2026. Das Management wird dann den kommerziellen Plan gegen die neue orale Konkurrenz vorlegen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Studie zum Wechsel von anderen Therapien auf das neue Amgen-Mittel.

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