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American Express Aktie: Vorstoß ins B2B-Geschäft

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 16:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

American Express treibt mit BIP Connect und einer Partnerschaft den Ausbau des Firmenkundengeschäfts voran.

American Express: Neue B2B-Funktion für Firmenkunden
Abstrakte Darstellung eines modernen Bürogebäudes mit Fokus auf B2B-Wachstum und professionelle Finanzdienstleistungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

American Express baut sein Geschäft mit Firmenkunden aus. Der Zahlungsdienstleister hat am Dienstag eine neue Funktion für sein Buyer Initiated Payments-Programm vorgestellt, die Rechnungsabgleich und Lieferantenzahlungen automatisieren soll. Für einen Zahlungsriesen, der lange vor allem für sein Konsumentengeschäft bekannt war, ist das ein weiterer Schritt in Richtung Firmenkunden.

Bottomline-Partnerschaft öffnet neues Lieferantennetz

Kern der Neuerung ist BIP Connect, eine Integration mit dem Zahlungsnetzwerk Paymode des Anbieters Bottomline. Firmenkunden mit bestehendem BIP-Konto erhalten dadurch Zugang zu einem deutlich größeren Netzwerk verifizierter Lieferanten – etwa aus der Fertigung, dem Gesundheitswesen, der Gewerbeimmobilienbranche und dem Bildungssektor. Zahlungen laufen über bestehende American-Express-Konten, während Lieferanten das Geld per Premium-ACH-Verfahren erhalten, inklusive eingebauter Betrugsprävention.

Der Vorstoß ist keine Randnotiz. Eigene Erhebungen des Unternehmens zeigen, dass 92 Prozent der Einkäufer und 91 Prozent der Lieferanten eine bessere Abwicklung rechnungsbasierter Zahlungen für ihre Geschäftsbeziehungen als zunehmend wichtig einstufen. Zwei Drittel der befragten Finanzentscheider sehen in ineffizienten Zahlungsprozessen sogar ein Hindernis für die volle Geschäftsentfaltung. Genau diese Lücke will American Express mit der neuen Automatisierung schließen.

Mexiko-Geschäft verlängert

Parallel zum Produktlaunch hat American Express seine Lizenzpartnerschaft mit dem schwedischen Fintech-Unternehmen KEO Capital in Mexiko verlängert. Die Vereinbarung erlaubt weiterhin die Ausgabe kommerzieller Einkaufskarten in US-Dollar und mexikanischem Peso und soll die grenzüberschreitende Abwicklung für Firmenkunden in der Region erleichtern. Auch das reiht sich in die Strategie ein, das B2B-Geschäft über verschiedene Märkte hinweg zu stärken.

Die Aktie notierte am Dienstag bei 348,89 Dollar und damit leicht im Minus. Die Ankündigungen selbst lösten keine nennenswerte Kursreaktion aus – für Investoren zählt hier weniger der Tag der Meldung als die langfristige Frage, wie stark sich das margenstarke Firmenkundengeschäft neben dem klassischen Kartengeschäft etabliert.

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