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American Electric Power Aktie: Zwei neue Direktoren

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 14:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AEP beruft Top-Manager von Marriott und Equinix in den Aufsichtsrat und treibt Milliarden-Investitionen in Netze und Gaskraftwerke voran.

American Electric Power: Neue Board-Mitglieder mit Rechenzentrums-Expertise
Abstrakte Darstellung des Energiesektors mit einer subtilen Andeutung von strategischer Überwachung und neuen Perspektiven. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

American Electric Power baut sein Kontrollgremium aus – und setzt dabei gezielt auf Expertise aus zwei sehr unterschiedlichen Welten. David Marriott, Chairman von Marriott International, und Charles Meyers, Executive Chairman und früherer CEO des Rechenzentrumsbetreibers Equinix, ziehen mit Wirkung vom 20. Juli in den Board ein. Damit wächst das Gremium auf zwölf Mitglieder, elf davon gelten als unabhängig.

Die Personalie ist kein Zufall. AEP steckt mitten in einer Investitionsoffensive von 78 Milliarden Dollar, die zwischen 2026 und 2030 in Netze und Erzeugungskapazität fließen soll – getrieben auch durch den wachsenden Strombedarf von Rechenzentren. Meyers bringt genau diese Perspektive mit: Unter seiner Führung verdoppelte Equinix die globale Rechenzentrumsfläche und vervierfachte den Umsatz. Marriott wiederum steuerte als Chief Operating Officer große Teile der US-Hotelintegration nach der Übernahme von Starwood und gilt als Fachmann für großskalige Kundenoperationen.

Dividende und Wachstumsprojekte laufen parallel

Während sich der Vorstand personell verstärkt, hält AEP an seiner gewohnten Ausschüttungspolitik fest. Der Board hat eine vierteljährliche Dividende von 95 Cent je Aktie beschlossen, zahlbar am 10. September an Aktionäre, die am 10. August im Register stehen.

Auf operativer Ebene treibt Tochtergesellschaft Indiana Michigan Power das nächste große Kapazitätsprojekt voran: eine Gaskraftwerksanlage mit 1.520 Megawatt am Rockport-Standort in Indiana, beantragt bei der zuständigen Regulierungsbehörde. Der Netzbetreiber begründet das Vorhaben mit einer erwarteten Verdopplung der Stromnachfrage in seinem Versorgungsgebiet bis Anfang der 2030er-Jahre. Eine Entscheidung der Behörde wird für Anfang 2027 erwartet, der Betriebsstart ist für Sommer 2030 vorgesehen.

Die Kombination aus frischer Board-Expertise, verlässlicher Dividendenpolitik und konkreten Kapazitätsprojekten zeichnet ein Unternehmen, das sich strukturell auf den Rechenzentrums-getriebenen Nachfrageschub vorbereitet – mit Rockport als einem von mehreren Bausteinen im laufenden Investitionsprogramm.

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