AMD, Sicherheitslücken

AMD schließt über 50 kritische Sicherheitslücken in Prozessoren

15.02.2026 - 19:31:11

AMD veröffentlicht umfangreiche Sicherheitsupdates für Millionen Geräte. Die Patches beheben kritische Schwachstellen in Prozessoren und Treibern, die zu Systemübernahmen führen könnten.

AMD hat in einer großangelegten Sicherheitsaktion über 50 Schwachstellen in seinen Prozessoren und Grafiktreibern geschlossen. Die Patches betreffen Millionen von Geräten – vom Gaming-PC bis zum Rechenzentrum.

Die Updates, die das Unternehmen am 10. Februar 2026 veröffentlichte, adressieren kritische Lücken in Athlon-, Ryzen- und EPYC-CPUs. Erfolgreiche Angriffe könnten laut AMD-Sicherheitsbulletins zu unerlaubter Code-Ausführung, Rechteausweitung oder Diebstahl sensibler Daten führen. Die kanadische Cyber-Sicherheitsbehörde unterstützt den Aufruf zur sofortigen Installation.

Breite Angriffsfläche: Von Verbraucher-CPUs bis Server-Chips

Das Update ist bemerkenswert umfassend. Allein für Athlon- und Ryzen-Prozessoren wurden 14 Schwachstellen geschlossen, die teils bis ins Jahr 2021 zurückreichen. Noch kritischer sind die 19 gepatchten Lücken in den EPYC-Serverprozessoren, die weltweit Cloud-Infrastrukturen und Rechenzentren antreiben.

Parallel wurden 15 Sicherheitslücken in den Grafiktreibern behoben. „Die Menge der Patches zeigt, wie komplex die Sicherheitslage bei moderner Hardware geworden ist“, erklärt ein IT-Sicherheitsexperte. Betroffen sind praktisch alle aktuellen AMD-Systeme.

Die Gefahren: Vollzugriff auf Systeme möglich

Besonders bedrohlich sind Lücken, die arbiträre Code-Ausführung ermöglichen. Angreifer könnten damit vollständige Kontrolle über kompromittierte Systeme erlangen. Fast ebenso gefährlich sind Rechteausweitungs-Schwachstellen, die aus eingeschränkten Zugängen Administratorrechte machen.

Eine dritte Kategorie betrifft Informationslecks – ein Problemfeld, das seit Spectre- und Meltdown-Angriffen an Bedeutung gewonnen hat. Hier könnten Angreifer Passwörter oder Verschlüsselungsschlüssel abgreifen, während die CPU sie verarbeitet.

Hardware-Sicherheit: Ein fortwährender Wettlauf

Die aktuellen Patches sind nur der jüngste Akt im Dauerkampf gegen Hardware-Schwachstellen. Prozessorlücken sind besonders tückisch: Sie sitzen im Silizium und Patches können die Performance beeinträchtigen. Erst kürzlich machte „StackWarp“ (CVE-2025-29943) Schlagzeilen – eine Lücke, die Schutzmechanismen virtueller Maschinen umgehen konnte.

„Diese Entdeckungen zeigen, wie wichtig die Sicherheitsforschung ist“, so ein Branchenkenner. AMD arbeitet mit Forschern zusammen, oft über Bug-Bounty-Programme, um Schwachstellen vor der Ausnutzung zu finden.

Was Nutzer jetzt tun müssen

AMD hat aktualisierte Firmware und Treiber an Hardware-Partner ausgeliefert. Nutzer und Administratoren sollten umgehend BIOS-Updates von ihrem Mainboard-Hersteller sowie neue Grafiktreiber installieren. Für Unternehmen mit EPYC-Servern gilt besondere Dringlichkeit.

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Die Februar-Patches erinnern daran: Je komplexer Prozessoren für mehr Performance werden, desto größer wird die Angriffsfläche. Regelmäßige Updates bleiben die wichtigste Verteidigung – für Privatanwender wie für Konzerne gleichermaßen.

@ boerse-global.de

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