AMD-Kunden fühlen sich im Stich gelassen: FSR 4 für alte Grafikkarten in weiter Ferne
08.02.2026 - 23:01:12AMD schweigt zur Veröffentlichung seiner modernen Upscaling-Technologie FSR 4 für ältere Grafikkarten – und stößt damit auf massive Kritik. Während Konkurrent Nvidia auch sieben Jahre alte Hardware mit Updates versorgt, bleibt der Chip-Hersteller trotz gegenteiliger Beweise aus der Community hartnäckig stumm. Eine Entscheidung, die das Vertrauen der Gaming-Community auf eine harte Probe stellt.
Bewährte Technik, aber keine offizielle Freigabe
Im Kern der Kontroverse steht eine verpasste Chance. AMD hatte bei der Vorstellung von FSR 4 mit der neuen RDNA-4-Architektur argumentiert, die Technik benötige zwingend die neuen FP8-Befehle. Diese Darstellung bekam im August 2025 Risse, als Teile des Quellcodes öffentlich wurden. Sie enthüllten eine INT8-Variante von FSR 4, die keine spezielle Hardware voraussetzt.
Community-Entwickler bewiesen schnell: Diese Version läuft effektiv auf den Vorgänger-GPUs der Radeon RX 6000 (RDNA 2) und RX 7000 Serie (RDNA 3). Tests zeigen deutliche Verbesserungen in Bildqualität und Stabilität gegenüber FSR 3. Dennoch fehlte die Funktion im großen „Redstone“-Update im Dezember 2025. AMDs offizielle Aussage? Man habe „derzeit keine Neuigkeiten mitzuteilen“.
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Nvidia setzt den Kontrast – AMD denkt um
Die Stille aus Santa Clara wirkt umso lauter, wenn man auf die Konkurrenz blickt. Nvidia stellte auf der CES im Januar 2026 DLSS 4.5 vor – und machte es sofort für alle RTX-Grafikkarten verfügbar, inklusive der 2018 eingeführten RTX-20-Serie.
Diese strategische Kluft ist eklatant: Nvidia unterstützt Hardware, die über sieben Jahre alt ist, während AMD eine nachgewiesen funktionierende Technik für zwei bis drei Jahre alte Karten vorenthält. Für Marktbeobachter ist das ein unverständlicher Fehler. Ein einfacher PR-Erfolg, der treue Kunden belohnt und die Produktlebensdauer verlängert, wird liegengelassen. Die Situation erinnert an AMDs kurzlebigen Plan, die Treiber für RDNA 1 und 2 in einen reinen Wartungsmodus zu versetzen – ein Schritt, der nach massivem Protest schnell zurückgenommen wurde.
Rekordgewinne im Data Center, Frust bei Gamern
Während die Gaming-Community unruhig wird, feiert AMD wirtschaftliche Höchststände. Getrieben von der enormen Nachfrage nach KI-Acceleratoren der Instinct MI300 Serie, meldete das Unternehmen für das vierte Quartal 2025 einen Rekordumsatz von 10,27 Milliarden US-Dollar. Erstmals trug das Data-Center-Geschäft über die Hälfte dazu bei.
Dieser Fokus auf das lukrative KI- und Rechenzentrengeschäft erklärt möglicherweise die Prioritäten. In einem harten Wettlauf mit Nvidia um KI-Chips könnten Engineering-Ressourcen für die Nachrüstung einer Gaming-Funktion schlichtweg fehlen. Analysten warnen jedoch: Das Vernachlässigen des Gaming-Segments, einem Kernbestandteil der AMD-Marke, könnte langfristig das Kundenvertrauen beschädigen.
Warten auf ein Zeichen – oder auf das nächste Upgrade
Die Aussichten für Besitzer älterer Radeon-Karten sind ungewiss. Auf der CES bekräftigten AMD-Manager, das volle FSR-4-Feature-Set sei für RDNA 4 designed, schlossen eine spätere Freigabe aber nicht absolut aus.
Liegt der Grund in einer geplanten Verknappung, um den Absatz der teuren RDNA-4-Grafikkarten zu fördern? Oder prüft AMD noch immer Stabilität und Performance auf der breiten Hardware-Basis? Was auch immer dahintersteckt – das anhaltende Schweigen riskiert, eine loyale Fanggemeinde zu vergrätzen. Sie muss sich vorerst mit inoffiziellen Community-Lösungen begnügen, während sie auf ein offizielles Wort von AMD wartet.
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