AMD, KI-Entwicklung

AMD: KI-Entwicklung für alle mit neuem Software-Bundle

18.01.2026 - 04:31:12

AMD vereinfacht mit einem umfassenden Software-Update die lokale KI-Entwicklung auf Windows-PCs. Das 'AI Bundle' bündelt Treiber und Tools, um die Nutzung von Ryzen-AI-Hardware für Entwickler und Enthusiasten deutlich zugänglicher zu machen.

AMD ebnet den Weg für lokale KI-Entwicklung auf dem eigenen PC. Mit einem großen Update der Adrenalin-Software will der Konzern die Hürden für Entwickler und Enthusiasten radikal senken. Das „AI Bundle“ erscheint am 21. Januar und ist ein strategischer Schachzug im Kampf um die Vorherrschaft im KI-Ökosystem.

Ein Installer für die KI-Revolution

Herzstück der Initiative ist ein vereinheitlichter Installer. Er bündelt alle notwendigen Werkzeuge, um KI-Modelle direkt auf der heimischen Hardware laufen zu lassen. Ziel ist es, Experimente und die Entwicklung generativer KI-Anwendungen massiv zu vereinfachen. Damit treibt AMD seine Vision von „KI überall, für jeden“ voran – ein zentrales Thema seiner jüngsten Keynotes.

Die Software-Offensive ist ein Schlüsselelement der umfassenden KI-Strategie des Unternehmens. Sie reicht von Rechenzentren bis zur nächsten PC-Generation. Durch die Vereinfachung der Software-Erfahrung will AMD ein breiteres Publikum befähigen, die KI-Leistung seiner Hardware auszuschöpfen.

ROCm 7.2: Der KI-Treiber für Windows

Im Kern des neuen Adrenalin-Treibers steckt ROCm 7.2, die neueste Version von AMDs Open-Compute-Softwarestack. Der bisher eher Linux-lastige Stack erhält nun offiziellen Support für Windows. Diese Vereinheitlichung über beide Plattformen hinweg ist ein entscheidender Schritt, um mit etablierten Ökosystemen zu konkurrieren.

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ROCm 7.2 bringt erweiterte Kompatibilität und deutliche Leistungssteigerungen für KI-Aufgaben. Es bietet nahtlosen Support für die neuen Ryzen AI 400-Prozessoren. Zudem erleichtert der Treiber den Zugang zu beliebten KI-Frameworks; neue PyTorch-Versionen sind nun auch für Windows verfügbar.

Ein besonderer Usability-Gewinn: Die Integration von ComfyUI. Diese beliebte Open-Source-Oberfläche für generative KI-Workflows wird direkt in den Stack eingebunden. Nutzer können ROCm künftig einfach über den Adrenalin 26.1.1 Windows-Treiber installieren – was bisher ein komplexer Prozess war. Dies soll die Nutzung von AMD-Hardware für KI-gestützte Inhalteerstellung beschleunigen.

Hardware-Power: Die Ryzen AI 400 Serie

Das Software-Bundle ist maßgeschneidert für AMDs neue Hardware-Flaggschiffe: die Ryzen AI 400-Serie für Laptops und Desktops. Die Chips kombinieren „Zen 5“-CPU-Kerne, RDNA-3.5-Grafik und eine NPU der zweiten Generation (XDNA 2).

Diese Kombination ermöglicht den Top-Modellen der Serie bis zu 60 TOPS KI-Rechenleistung. Das übertrifft die Mindestanforderungen für KI-Features in kommenden Betriebssystemen deutlich. Lokale Verarbeitung bietet Vorteile bei Datenschutz, Latenz und Offline-Nutzung.

Laptops mit Ryzen AI 400 sollen ab dem ersten Quartal 2026 bei Herstellern wie Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo erhältlich sein. Desktop-Systeme folgen voraussichtlich im zweiten Quartal. Das zeitgleiche Release des Adrenalin AI Bundles stellt sicher, dass die Software bereit ist, wenn die neuen KI-PCs auf den Markt kommen.

Strategie: AMDs Kampf um das KI-Ökosystem

Das Update ist ein notwendiger strategischer Schritt für AMD. Während das Unternehmen im KI-Rechenzentrumsgeschäft mit seinen Instinct-Accelerierern vorankommt, ist ein nutzerfreundliches Software-Ökosystem für Consumer-Hardware entscheidend für die breite Akzeptanz.

Indem AMD die Installation von KI-Tools vereinfacht, adressiert es ein bekanntes Problem. Entwickler und Hobbyisten hatten bisher oft Schwierigkeiten, ihre Systeme für KI-Workloads auf Radeon-GPUs einzurichten. Die ROCm-Unterstützung für Windows und die Integration in das bekannte Adrenalin-Paket ist ein klares Werben um die große Windows-Community.

Die Initiative ist Teil des großen Trends zur On-Device-KI, bei der die Verarbeitung lokal und nicht in der Cloud stattfindet. Dieser „KI-PC“-Refresh-Zyklus soll 2026 signifikante Hardware-Upgrades antreiben. AMDs Strategie, Hardware-Launches mit zugänglicher Software zu verzahnen, positioniert das Unternehmen als Schlüsselakteur in diesem Wandel.

Ausblick: Von Entwicklern zum Mainstream

Die unmittelbare Wirkung des Updates vom 21. Januar wird die Entwicklergemeinschaft spüren. Sie erhält einen optimierten Weg, um KI-Anwendungen für AMD-Hardware zu erstellen. Das könnte zu einer breiteren Palette KI-beschleunigter Features in Alltagssoftware für kreative Arbeit, Produktivität und Gaming führen.

Langfristig fördert AMD Innovation auch durch Hardware wie den Ryzen AI Halo, einen Mini-PC speziell für KI-Entwicklung. Wenn die Software reift und mehr KI-PCs mit leistungsstarken NPUs verfügbar werden, dürften sich intelligentere, reaktionsschnellere und personalisierte Computer-Erlebnisse durchsetzen. Der Erfolg hängt von kontinuierlichen Software-Verbesserungen und breiter Adoption ab. Mit diesem Release sendet AMD jedoch ein klares Signal: Lokale KI-Entwicklung soll für alle zugänglich werden.

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