AMD-Grafikkarten: Japan erzwingt drastische Preissenkungen
21.02.2026 - 21:40:12 | boerse-global.deDer japanische Markt rebelliert gegen die hohen GPU-Preise. Händler mussten die Preise für AMDs neue Radeon RX-9000-Serie um bis zu 20 Prozent senken – ein klares Signal an die gesamte Branche.
Nach monatelangen drastischen Preiserhöhungen dreht sich der Trend in Japan erstmals um. Innerhalb der letzten 48 Stunden brachen die Verkaufspreise für Top-Modelle wie die Radeon RX 9070 XT ein. Der Grund ist kein Herstellerrabatt, sondern massiver Widerstand der Käufer. Sie verweigerten schlicht den Kauf, als die Preise im Dezember 2025 um bis zu 40 Prozent stiegen. Die Verkaufszahlen brachen ein, die Lager füllten sich – und die Händler mussten reagieren.
Der japanische Preiskampf: Wie die Kunden den Markt korrigieren
Die Vorgeschichte ist eine klassische Überhitzung. Getrieben durch eine globale Speicherknappheit und die enorme Nachfrage der KI-Branche trieben Händler die Preise in die Höhe. Eine Radeon RX 9070 XT kostete plötzlich umgerechnet rund 840 Dollar statt der ursprünglichen Einführungspreise.
Doch der gut informierte japanische PC-Markt spielte nicht mit. Gamer und PC-Bauer stoppten ihre Käufe. Die Folge: Die Preise purzelten. Die RX 9070 XT ist jetzt für umgerechnet etwa 770 Dollar zu haben, ein Minus von 15 bis 20 Prozent. Auch die RX 9060 XT verbilligte sich deutlich. Es ist eine von den Verbrauchern erzwungene Marktkorrektur – und zeigt die Schmerzgrenze auf.
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Zwei Welten: AMD unter Druck, Nvidia hält hohes Niveau
Während AMD in Japan zurückrudern muss, halten sich die Preise für Nvidias Konkurrenzprodukte weiter hart. Global verzeichnet Nvidias RTX-50-Serie die stärksten Preissprünge, mit einem durchschnittlichen Plus von 15 Prozent im ersten Quartal 2026.
In den USA kostet eine RTX 5070 Ti mittlerweile über 1.000 Dollar. Die Preisschere zwischen den Anbietern wird größer. Das zeigt: Die gesamte GPU-Branche leidet unter hohen Speicherkosten, doch die Kunden reagieren unterschiedlich. AMDs Karten, traditionell im preiswerteren Segment positioniert, sind offenbar preissensibler. Steigen die Kosten zu stark, bricht die Nachfrage schneller ein als bei Nvidia.
Die KI als Preistreiber: Speicher wird zum Kostengrab
Die Ursache für die initialen Preissteigerungen liegt in der Lieferkette. KI-Rechenzentren absorbieren einen riesigen Anteil der globalen Hochgeschwindigkeitsspeicher-Produktion. Das verteuert die Herstellung von Grafikkarten massiv.
Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass der Grafikspeicher inzwischen 70 bis 80 Prozent der GPU-Herstellungskosten ausmacht. Vor einigen Jahren lag dieser Anteil noch bei 30 bis 40 Prozent. Diese Inflation trifft alle Hersteller. Sowohl AMD als auch Nvidia haben ihre Partner bereits über Preiserhöhungen ab Anfang 2026 informiert. Japan ist nun das erste Warnzeichen, dass der Gaming-Markt diese KI-getriebenen Kosten nicht endlos schultern wird.
Blick nach vorn: Startet von Japan aus eine globale Korrektur?
Die große Frage ist: Bleibt Japan ein Einzelfall oder startet hier ein globaler Trend? In den USA und Europa sind ähnliche Preissenkungen bisher nicht zu beobachten. Doch das japanische Beispiel beweist, dass Käuferverhalten auch in einem angespannten Markt die Händlerpreise beeinflussen kann.
Die Branche bleibt vorsichtig. Gerüchte über weitere offizielle Preisaufschläge (MSRP) von bis zu 10 Prozent in 2026 halten sich. Sollte dies kommen, würde der Druck auf die bereits erschöpfte Kundschaft weiter steigen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob andere Regionen dem japanischen Beispiel folgen – und eine breitere Marktbereinigung erzwingen.
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