AMD dominiert Gaming-Markt – doch PC-Bau wird teurer
17.02.2026 - 10:00:12Die PC-Hardware-Branche erlebt eine Zangenbewegung: Während AMD mit seinem neuen Ryzen 7 9850X3D die Performance-Krone erobert, drohen Preissteigerungen von bis zu 30 Prozent für Komponenten. Unabhängige Benchmarks bestätigen die Gaming-Überlegenheit des Chips, doch die Freude könnte für Verbraucher teuer erkauft werden.
Ryzen 7 9850X3D: Der neue Gaming-König
Unabhängige Tests besiegeln den Thronwechsel: AMDs neuer Ryzen 7 9850X3D übertrifft Intels Flaggschiff Core Ultra 9 285K in den meisten Spielen deutlich. Die am Montag veröffentlichten Benchmarks zeigen ein klares Bild.
In vier von fünf getesteten Titeln liegt der AMD-Chip vorn. Besonders beeindruckend ist der Vorsprung in Black Myth: Wukong mit fast 50 Prozent höheren Bildraten. Auch in Hitman 3 bleibt der Ryzen mit 28 Prozent Plus klar siegreich.
Der Erfolg basiert auf der speziellen 3D V-Cache-Technologie und einem Boost-Takt bis zu 5,6 GHz. Acht Kerne und 16 Threads profitieren von einem riesigen 104-MB-Cache. Zwar hält Intel bei Nicht-Gaming-Aufgaben mit, doch für Enthusiasten zählt die reine Spielleistung.
Preisschock an der Komponenten-Front
Doch parallel zur Performance-Offensive verdüstern sich die Preisperspektiven. Eine Warnung des Display-Herstellers AUO lässt die Branche aufhorchen: Elektronik könnte bis zu 30 Prozent teurer werden.
Verantwortlich sind steigende Kosten für Prozessoren und Speicher. Die Lieferketten stehen unter Druck, kritische Komponenten werden knapper. Für PC-Bastler bedeutet dies das Ende der stabilen Preise von Anfang 2025.
Wenn die Preise für CPUs und Speicher steigen und ein Hardware‑Upgrade unerschwinglich wird, lohnt sich ein Blick auf eine Alternative: Das kostenlose Linux‑Startpaket enthält die Ubuntu‑Vollversion und eine Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung, um ältere Rechner wieder leistungsfähig und sicher zu nutzen – ganz ohne teure neue Komponenten. Ideal für alle, die ihren PC kostengünstig erneuern oder noch etwas Zeit rausholen wollen. Gratis-Linux-Startpaket sichern
Die Timing könnte für Intel kaum ungünstiger sein. Das Unternehmen kämpft selbst mit Engpässen und priorisiert Server-Chips. Die bewusste Drosselung bei Desktop- und Mobile-CPUs verschärft die Knappheit – und treibt die Preise weiter.
Marktanteile: AMD auf Rekordkurs
Die Performance-Überlegenheit und Intels Lieferprobleme zeigen dramatische Wirkung. AMD erreichte im vierten Quartal 2025 einen Rekordanteil von 36,4 Prozent am Desktop-CPU-Markt. Vor einem Jahr waren es noch etwa 27 Prozent.
Noch deutlicher ist der Wandel im lukrativen Server-Segment. Hier kontrollieren AMDs EPYC-Prozessoren über 41 Prozent der Umsätze. Die hohen Durchschnittspreise dieser Chips treiben die finanzielle Dynamik.
Intels Strategie, Einsteiger- und Consumer-Chips zugunsten der Server-Sparte zurückzustellen, beschleunigt den Marktanteilsverlust im Client-Bereich. Ein klassischer Zielkonflikt mit spürbaren Konsequenzen.
2026: Jahr der teuren Upgrades?
Die Hardware-Branche steht 2026 vor einer Zerreißprobe zwischen Innovation und Inflation. Der Ryzen 7 9850X3D setzt neue Maßstäbe und zwingt Intel zu einer schnellen Reaktion mit „Arrow Lake Refresh“.
Doch die Zeiten günstiger Upgrades könnten vorbei sein. Marktbeobachter raten Bauwilligen, die Preisentwicklung genau zu beobachten. Die erwarteten 10 bis 30 Prozent Aufschlag werden das Preis-Leistungs-Verhältnis bis Mitte des Jahres deutlich verschieben.
Die Frage ist nicht mehr, wer die beste Performance bietet – sondern, wer sie sich noch leisten kann. Wenn die Hersteller die steigenden Silizium-Kosten weitergeben, erreicht der Aufpreis für Top-Leistung vor dem Sommer neue Höhen.
@ boerse-global.de
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