AMD AM4-Prozessoren: Preisexplosion durch DDR4-Renaissance
03.02.2026 - 01:13:12Die Preise für AMDs ältere Ryzen-5000-CPUs schießen in die Höhe. Schuld ist eine unerwartete Rückkehr zur DDR4-Speichertechnologie, die von explodierenden DDR5-Kosten getrieben wird.
Der Traum vom günstigen PC-Upgrade platzt. Während die Tech-Welt auf KI und DDR5-Speicher fokussiert ist, erlebt die vermeintlich veraltete AM4-Plattform von AMD ein überraschendes Comeback – mit teuren Folgen. Weil die Kosten für modernen DDR5-Speicher für viele Hobby-Bastler unerschwinglich werden, flüchten sie zurück zur vorherigen Generation. Die plötzliche Nachfrage nach DDR4-RAM und kompatiblen Zen-3-Prozessoren treibt die Preise in ungeahnte Höhen und stellt den gesamten DIY-PC-Markt auf den Kopf.
DDR5-Falle: Wie KI den Speichermarkt leerfegt
Die Ursache für das Chaos liegt in der globalen Speicherproduktion. Die künstliche Intelligenz hat einen unersättlichen Hunger nach Hochleistungs-Speichermodulen, sogenanntem High-Bandwidth Memory (HBM). Hersteller wie Samsung oder SK Hynix verlagern ihre Produktionskapazitäten dorthin, wo die Gewinnmargen am höchsten sind. Die Folge: Die Fertigung von Verbraucher-RAM wie DDR4 und DDR5 wird ausgedünnt.
Für PC-Bauer schlägt das direkt auf den Geldbeutel. Ein 32-GB-DDR5-Kit nähert sich mittlerweile der 300-Euro-Marke. Die Gesamtkosten für einen neuen Rechner mit AM5- oder Intel-Plattform explodieren. Da wirkt die ältere AM4-Alternative mit günstigen DDR4-Modulen und Mainboards plötzlich wie eine Rettung. Ein Trugschluss? Denn die Flucht in die vermeintliche Affordability hat einen klassischen Engpass erzeugt.
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Ryzen 5000: Verblüffende Wertsteigerung für Altbausteine
Die Nachfragewelle trifft auf ein stagnierendes Angebot. AMD produziert die Zen-3-CPUs nicht mehr in großen Stückzahlen, der Fokus liegt auf Zen 5. Doch der Markt reagiert prompt: Der einstmals günstige Achtkerner Ryzen 7 5700X ist ein Preishöhenflug. Lag er im Mai 2025 bei rund 128 US-Dollar, müssen Käufer heute etwa 220 Dollar hinblättern. In Europa stieg der Preis von unter 140 Euro auf fast 180 Euro.
Das Paradoxe: Gerade weil AM4 als „Legacy-Sockel“ galt, ist die installierte Basis riesig. AMD bestätigt, dass die Plattform noch immer 30 bis 40 Prozent des CPU-Absatzes ausmacht. Viele Nutzer upgraden ihren Prozessor, ohne das Mainboard zu tauschen. Diese gefangene Benutzergruppe heizt die Nachfrage zusätzlich an und beschert den Chips eine zweite, teure Jugend.
Teufelskreis: Wenn die Budget-Alternative zum Luxusgut wird
Die Preisspirale dreht sich weiter. Die gestiegene Nachfrage nach DDR4 treibt nun auch dessen Preis in die Höhe – in manchen Fällen sogar schneller als bei DDR5. Analysten sprechen von einer „Preis-Inversion“: Ältere Technologie wird plötzlich teurer, weil das Angebot schwindet und eine große Nutzerbasis feststeckt.
Das Problem ist systemisch. Die KI-Nachfrage beeinflusst auch den GPU-Markt und die gesamte Elektronik-Lieferkette. Experten prognostizieren für 2026 einen Anstieg der PC-Retailpreise um 20 Prozent oder mehr. Sogar Hersteller von Einplatinencomputern wie dem Raspberry Pi müssen wegen steigender LPDDR4-Kosten bereits zum zweiten Mal die Preise anheben. Die Strategie, mit alter Hardware Geld zu sparen, funktioniert nicht mehr.
Ausblick: AM4 bleibt – aber zu welchem Preis?
Eins ist klar: Das Ende der AM4-Ära wurde weit vorgegriffen. Die Plattform bleibt so lange relevant, wie DDR5 für die Breite des Marktes zu teuer ist. Dieser anhaltende Bedarf könnte AMD sogar dazu bewegen, die Produktion bestimmter Ryzen-5000-Modelle länger aufrechtzuerhalten.
Doch eine Rückkehr zu stabilen Preisen ist nicht in Sicht. Solange die Speicherhersteller auf die lukrativen KI-Märkte schielen, wird das Angebot an Consumer-DRAM knapp bleiben. Für PC-Bauer bedeutet das eine neue, volatile Realität. Selbst bewährte „Budget“-Plattformen sind keinen plötzlichen Preisschocks mehr sicher. Die Definition eines günstigen Eigenbaus hat sich 2026 grundlegend verändert.
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