AMD Aktie: ARK verkauft, Analysten kaufen
13.06.2026 - 05:37:57 | boerse-global.de
Während Cathie Woods ARK-Fonds AMD-Aktien im Wert von rund 39 Millionen Dollar abstößt, überbieten sich die großen Analysehäuser mit immer ambitionierteren Kurszielen. Ein Widerspruch — oder einfach zwei unterschiedliche Zeithorizonte?
Citi steigt ein, BofA schraubt weiter hoch
Das Upgrade von Citi ist das Kernstück der aktuellen Aufwärtsbewegung. Die Bank stufte AMD von "Neutral" auf "Buy" hoch und erhöhte das Kursziel auf 575 Dollar. Begründung: AMD habe sich als glaubwürdige zweite GPU-Quelle etabliert und stehe bereit, einen erheblichen Anteil von Metas GPU-Beschaffung über maßgeschneiderte MI450-Chips zu gewinnen — gebunden an ein bereits angekündigtes Sechs-Gigawatt-Deployment-Abkommen. Citi rechnet mit AMD-KI-Umsätzen von 33 Milliarden Dollar im Jahr 2027, die bis 2028 auf 50,8 Milliarden Dollar steigen könnten.
Bank of America hatte bereits am Vortag nachgezogen und das Kursziel auf 560 Dollar angehoben. Analyst Vivek Arya erklärte AMD zu seinem Top-CPU-Pick — mit dem Argument, dass agentische KI den globalen Server-CPU-Markt bis 2030 auf über 170 Milliarden Dollar anschwellen lässt.
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Solide Basis, klarer Katalysator
Beide Hochstufungen fußen auf einem handfesten Fundament. Im ersten Quartal 2026 erzielte AMD einen Rekordumsatz von 10,3 Milliarden Dollar, ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Rechenzentrumsgeschäft legte dabei um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar zu — der Motor hinter dem gesamten Wachstumsbild.
Als nächsten Kurstreiber hat BofA das "Advancing AI 2026"-Event Ende Juli im Blick, auf dem AMD voraussichtlich seinen nächsten EPYC-Prozessor der Venice-Generation kommerziell vorstellen wird.
ARK geht in eine andere Richtung
Der Verkauf von rund 80.500 AMD-Aktien durch ARK wirkt auf den ersten Blick wie ein Gegensignal — ist aber im Kontext zu lesen. ARK rotierte das Kapital massiv in SpaceX-Aktien um, ein klar strategischer Schwenk in Richtung Raumfahrttechnologie. AMD bleibt vorerst ein Portfoliotitel, wird aber zugunsten neuer Wachstumsthemen reduziert.
Kein Wunder, dass der Markt ARKs Verkauf gelassen aufnahm: Die Analysten-Narrative zeigen eindeutig in die andere Richtung, und das operative Momentum gibt ihnen gerade recht.
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