AMD Aktie: 72-Prozent-Rally in 30 Tagen, KGV 147
16.05.2026 - 01:56:49 | boerse-global.deAMD liefert derzeit fast alles, was KI-Anleger sehen wollen: starkes Wachstum, volle Rechenzentren, neue Beschleuniger. Trotzdem kippt die Debatte nicht in reinen Optimismus. Die Aktie ist so schnell gestiegen, dass selbst bullishe Analysten vorsichtiger werden.
Am Freitag notiert die Aktie bei 373,45 Euro und verliert 2,75 Prozent. Über 30 Tage bleibt dennoch ein Plus von 72,53 Prozent stehen. Das zeigt das Spannungsfeld: operative Stärke trifft auf eine Bewertung, die kaum Fehler verzeiht.
Analysten ziehen unterschiedliche Schlüsse
Am 13. Mai kamen Bank of America und Daiwa zu sehr verschiedenen Urteilen. BofA-Analyst Vivek Arya erhöhte sein Kursziel von 450 auf 500 Dollar und blieb bei Kaufen.
Seine Begründung: BofA traut dem Markt für KI-Rechenzentren bis 2030 ein Volumen von 1,7 Billionen Dollar zu. AMD soll davon über EPYC-Serverprozessoren und die wachsende MI-Beschleunigerfamilie profitieren.
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Daiwa nahm die Aktie dagegen von Kaufen auf Outperform zurück. Auffällig: Das Haus hob sein Kursziel zugleich von 250 auf 500 Dollar an. Der Schritt folgte auf einen starken Kursanstieg in kurzer Zeit.
Für Daiwa geht es weniger um das Geschäft als um das Tempo der Rally. Für 2027 rechnet die Bank nun mit 12,85 Dollar Gewinn je Aktie. Das Kursziel entspricht etwa dem 39-Fachen dieser Prognose.
Einen Tag früher hatte Mizuho das Kursziel von 415 auf 515 Dollar erhöht. Die These lautet: agentenbasierte KI braucht sowohl Server-CPUs als auch Beschleuniger. AMD bedient beide Seiten dieses Trends.
Zahlen stützen die KI-Story
Die Quartalszahlen liefern den Nährboden für die Rally. Im jüngsten Quartal stieg der Umsatz um 38 Prozent auf 10,25 Milliarden Dollar. Analysten hatten 9,89 Milliarden Dollar erwartet.
Besonders wichtig ist das Datacenter-Geschäft. Dort kletterten die Erlöse um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Genau hier entscheidet sich, wie viel AMD vom KI-Ausbau der Cloud-Konzerne bekommt.
Für das laufende Quartal stellt AMD rund 11,2 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht. Der freie Cashflow erreichte 2,566 Milliarden Dollar und lag damit 253 Prozent über Vorjahr.
CEO Lisa Su sagte Investoren, der Markt für Server-CPUs solle jährlich um mehr als 35 Prozent wachsen. Bis 2030 könne er über 120 Milliarden Dollar erreichen.
Neue Konkurrenz, hohe Erwartungen
Cerebras ging am 14. Mai unter dem Kürzel CBRS an die Nasdaq. Der starke Börsenstart lenkt den Blick auf neue Spezialisten im KI-Chipmarkt. Das Unternehmen greift Nvidia und AMD bei Training und Inferenz an.
Morningstar-Analyst Colello verweist auch auf Eigenentwicklungen von Google, AWS, Microsoft und Meta. Trotzdem gilt Cerebras eher als Spezialanbieter als als Ersatz für die Plattformen großer Chipkonzerne.
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Die Bewertung bleibt der wunde Punkt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 146,98. Nach dem Lauf der vergangenen Monate reicht schon ein kleiner Zweifel, um Gewinnmitnahmen auszulösen.
Insider verkauften in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von 54,6 Millionen Dollar. Solche Verkäufe müssen keine fundamentale Warnung sein, können aber die Stimmung belasten.
Auch der Analystenkonsens wirkt weniger euphorisch als die jüngsten Kursziele. Das durchschnittliche Ziel liegt bei 395,65 Dollar, die Spanne reicht von 248 bis 530 Dollar.
Der nächste Taktgeber bleibt die Umsetzung im KI-Geschäft. Trifft AMD im zweiten Quartal die eigene Umsatzerwartung von rund 11,2 Milliarden Dollar, bekommt die Wachstumsthese neue Nahrung. Verfehlt der Konzern diesen Maßstab, dürfte die Bewertung schneller zum Problem werden als die Konkurrenz.
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