AMD Adrenalin 26.1.1: KI-Bundle optional, mehr Speicher und Stabilität
02.02.2026 - 07:02:12
AMD startet mit einem umfangreichen Grafiktreiber ins neue Jahr. Die Radeon Software Adrenalin Edition 26.1.1 WHQL bringt ein optionales KI-Softwarepaket, erweitert die Hardware-Unterstützung und beseitigt zahlreiche Fehler in Spielen. Das Update zielt auf eine bessere Performance für Gamer, Kreative und KI-Entwickler.
Optionales KI-Bundle spart bis zu 34 GB Speicher
Die größte Neuerung ist ein nutzerdefinierbares „AI Bundle“ während der Installation. Damit reagiert AMD auf Kritik an den stetig wachsenden Treiberdateien. Nutzer, die keine KI-Entwicklung betreiben, können das Paket abwählen und so bis zu 34 Gigabyte Festplattenspeicher sparen. Wer es installiert, erhält mit einem Klick eine vorkonfigurierte KI-Umgebung mit Tools wie PyTorch und Ollama. Diese Strategie senkt die Einstiegshürde für lokale KI-Projekte und kommt gleichzeitig den Speicherbedürfnissen von Gamern entgegen.
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Neue Hardware und Spiele sofort unterstützt
Der Treiber erweitert offiziell die Unterstützung für AMDs neue Ryzen AI 300- und 400-Serie für Laptops. Modelle wie der Ryzen AI 9 HX 475 sind damit von Beginn an optimiert. Bei den Spielen gibt es Day-One-Support für Starsand Island und die Erweiterung Avatar: Frontiers of Pandora – From the Ashes Edition. Diese enge Abstimmung mit Hardware-Partnern und Entwicklern soll ein reibungsloses Erlebnis im gesamten AMD-Ökosystem garantieren.
Umfangreiche Fehlerbeseitigung für mehr Stabilität
Ein Kernstück des Updates ist eine lange Liste behobener Probleme. Sie betrifft einige der populärsten Titel:
* Call of Duty: Black Ops 7: Falsche Schattendarstellung auf RX-5000- und RX-6000-Grafikkarten behoben.
* Enshrouded: Probleme mit Texture Corruption gelöst.
* Diablo IV: Startfehler bei Nutzern mit nicht-englischen Zeichen im Benutzernamen behoben.
Auch Anwendungsstabilität wurde verbessert. So behebt der Treiber Abstürze im Unreal Engine 5.6 Editor bei aktiviertem Lumen-Hardware-Raytracing. Visuelle Störungen in Chromium- und Electron-Apps auf RX-5000/6000-Karten gehören ebenfalls der Vergangenheit an. Weitere Fixes gab es für Baldur‘s Gate 3 und Microsoft Flight Simulator 2024.
Ausblick: Bekannte Probleme und AMDs Strategie
Trotz der vielen Verbesserungen arbeitet AMD weiter an bekannten Schwierigkeiten. Dazu zählen sporadische Abstürze in Cyberpunk 2077 mit aktiviertem Path Tracing und in Battlefield 6. Auch Texture-Flickering in Battlefield 6 bei Nutzung der Aufnahme-Funktion und Instabilitäten in Roblox Player auf RX-7000-Karten werden angegangen.
Der erster WHQL-zertifizierte Treiber des Jahres zeigt AMDs doppelte Strategie: Einerseits wird das Kerngeschäft mit Gaming durch stetige Stabilitätsverbesserungen gestärkt. Andererseits öffnet sich das Unternehmen strategisch für den Wachstumsmarkt der lokalen KI – und gibt dem Nutzer dabei die Wahl. Dieser Ansatz könnte zum neuen Standard für Treiber-Paketierung werden.

