Amazon-Welle, Betrüger

Amazon-Welle: Betrüger greifen per Telefon an

25.02.2026 - 18:48:43 | boerse-global.de

Kriminelle nutzen ausgefeilte Methoden wie KI-Stimmen und Fernwartungssoftware, um im Namen von Amazon an Geld und Daten zu gelangen. Die Masche verunsichert Verbraucher durch psychologischen Druck und täuschend echte Anrufe.

Eine neue Welle von Telefonbetrug im Namen von Amazon verunsichert Verbraucher. Kriminelle nutzen ausgeklügelte Methoden, um an Geld und Daten zu gelangen – von KI-Stimmen bis zur Installation von Fernwartungssoftware. Ein aktueller Fall aus Österreich zeigt die Hartnäckigkeit der Täter: Eine Frau erhielt acht Anrufe an einem einzigen Tag.

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So läuft die Masche ab

Die Betrugsversuche beginnen mit einem Anruf von einer unterdrückten oder gefälschten Nummer. Eine automatisierte Stimme warnt vor einer teuren Bestellung oder einem Problem mit dem Amazon-Konto. Um dies zu "klären", sollen die Angerufenen die "1" drücken. Dann kommt ein angeblicher Mitarbeiter ans Telefon.

Ab diesem Punkt arbeiten die Täter mit psychologischem Druck. Sie erfinden Geschichten – etwa, dass im Namen des Opfers ein betrügerisches Konto eröffnet wurde. Ihr Ziel: Angst und Dringlichkeit erzeugen, damit Menschen blind Anweisungen folgen.

Die perfide Taktik mit der Fernwartungs-Software

Eine besonders gefährliche Aufforderung ist die Installation einer Fernzugriffs-App wie "Zoho Assist". Diese legalen Programme werden normalerweise für technischen Support genutzt. In den Händen der Kriminellen gewähren sie jedoch vollen Zugriff auf Smartphone oder Computer.

Einmal installiert, können die Täter persönliche Daten, Passwörter und Online-Banking-Zugänge ausspähen. In neueren Varianten setzen sie sogar täuschend echte KI-Stimmen ein, um noch glaubwürdiger zu wirken.

Was die Betrüger wirklich wollen

Das Ziel ist immer dasselbe: Diebstahl von Geld und Daten. Mit dem Fernzugriff tätigen sie Banküberweisungen oder kaufen online ein. Oder sie fragen direkt Kreditkartendaten und Passwörter am Telefon ab – angeblich zur "Identitätsprüfung".

Eine weitere beliebte Masche ist der Kauf von Guthabenkarten. Opfer werden gedrängt, Karten zu erwerben und die Codes durchzugeben. Das Geld ist dann sofort verloren. Amazon stellt klar: Das Unternehmen ruft Kunden niemals unaufgefordert an, um sensible Daten abzufragen.

So schützen Sie sich richtig

Die wichtigste Regel lautet: Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf. Lassen Sie sich nicht in Diskussionen verwickeln. Geben Sie niemals persönliche Daten, Passwörter oder Bankinformationen preis. Installieren Sie auf keinen Fall Software auf Aufforderung eines Unbekannten.

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Überprüfen Sie Ihr Amazon-Konto nur direkt über die offizielle App oder Website. Klicken Sie nicht auf Links in verdächtigen E-Mails oder SMS. Bei Unsicherheit kontaktieren Sie den Amazon-Kundenservice über bekannte Kanäle. Melden Sie Betrugsversuche der Polizei und Amazon.

Warum die Masche so erfolgreich ist

Die Kriminellen missbrauchen den guten Ruf großer Marken wie Amazon, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen. Oft erfolgen die Anrufe automatisiert über Wählcomputer, die Tausende Nummern gleichzeitig kontaktieren. Die Telefonnummern stammen aus Datenlecks oder werden zufällig generiert.

Die zunehmende Professionalisierung macht es für Laien schwerer, Betrug sofort zu erkennen. Die Täter nutzen Callcenter und psychologische Tricks, die selbst aufmerksame Menschen unter Druck setzen können.

Die Bedrohung wächst weiter

Experten warnen: Solche Betrugsmaschen werden in Zukunft noch ausgefeilter. Der Einsatz KI-generierter Stimmen ermöglicht überzeugendere und personalisierte Anrufe. Gleichzeitig sinkt der technische Aufwand für Massenanrufe.

Für Verbraucher bleibt grundlegende Skepsis gegenüber unaufgeforderten Anrufen essenziell. Eine einfache, aber wirksame Schutzmaßnahme ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für das Amazon-Konto. Sie erschwert unbefugten Zugriff erheblich.

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