Amazon-Warnung, Betrugswelle

Amazon-Warnung: Neue Betrugswelle zielt auf Smartphones

08.01.2026 - 03:34:12

Kriminelle nutzen Call ID Spoofing und KI-Stimmgeneratoren, um sich als Amazon-Support auszugeben und über Fernwartungs-Apps Zugriff auf Smartphones und Bankkonten zu erlangen.

Eine aggressive Welle von Betrugsanrufen zielt derzeit auf Smartphone-Nutzer ab. Kriminelle geben sich als Amazon-Support aus, um Bankkonten zu übernehmen.

Verbraucherschützer und Sicherheitsbehörden schlagen Alarm. Seit Jahresbeginn rollt eine neue, technisch versierte Betrugsserie über Deutschland und Österreich hinweg. Die Täter nutzen Call ID Spoofing, um auf den Displays ihrer Opfer als legitimer Amazon-Support zu erscheinen. Ihr Ziel: die Übernahme von Smartphones und Bankkonten durch psychologischen Druck.

Die perfide “Taste 1”-Falle

Der Betrug beginnt meist mit einem automatisierten Anruf. Eine computergenerierte Stimme warnt vor einer verdächtigen Transaktion im Amazon-Konto – oft für teure Elektronikartikel. Um die Abbuchung zu stoppen, soll das Opfer “Taste 1” drücken oder zurückrufen.

Wer das tut, landet in einem kriminellen Callcenter. Das Drücken der Taste signalisiert den Betrügern, dass die Nummer aktiv ist. So filtern sie skeptische Nutzer heraus und konzentrieren sich auf empfängliche Opfer.

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So täuscht die Technik Vertrauen vor

Der Schlüssel zur Masche ist das Call ID Spoofing. Dabei manipulieren die Täter die übermittelte Rufnummer. Auf dem Display erscheint dann eine lokale Vorwahl oder sogar der Name “Amazon Support”.

Diese Technik hebelt das primäre Sicherheitsnetz vieler Nutzer aus: das Misstrauen gegenüber unbekannten Nummern. Die Täter sitzen oft im Ausland, während dem Opfer eine Nummer aus der eigenen Stadt vorgegaukelt wird.

Fernzugriff als fatales Einfallstor

Im Gespräch geben sich die Betrüger als Amazon-Sicherheitsmitarbeiter aus. Sie behaupten, das Konto sei gehackt worden. Zur “Sicherung” des Geldes müsse der Kunde eine spezielle App installieren.

Dabei handelt es sich um legale Fernwartungssoftware wie AnyDesk oder TeamViewer. Wer die Zugriffscodes weitergibt, übergibt die volle Kontrolle über sein Smartphone. Die Kriminellen können dann Banking-Apps öffnen, Überweisungen tätigen und Zwei-Faktor-Authentifizierungen abfangen. Kein seriöses Unternehmen fordert Kunden je zu solchen Schritten auf.

KI macht Betrugsanrufe gefährlicher

Die aktuelle Welle unterscheidet sich durch den Einsatz moderner Technologien. Sicherheitsexperten beobachten zunehmend KI-Stimmgeneratoren. Diese imitieren Akzent und Sprachmelodie echter Callcenter-Mitarbeiter täuschend echt.

Da klassische Phishing-Mails immer besser gefiltert werden, verlagern Kriminelle ihre Aktivitäten auf den Telefonkontakt. Hier ist die Reaktionszeit kürzer und der emotionale Druck höher.

Amazon stellt in seinen Sicherheitsrichtlinien klar: Das Unternehmen ruft Kunden niemals unaufgefordert an, um über Bestellprobleme zu informieren. Echte Kommunikation erfolgt über das Nachrichtencenter in der App oder per E-Mail.

Was Nutzer jetzt tun sollten:
* Bei einem verdächtigen Anruf sofort auflegen.
* Das Konto ausschließlich über die offizielle Amazon-App oder Website prüfen.
* Niemals Passwörter, TANs oder Fernzugriff am Telefon preisgeben.
* Verdächtige Nummern bei der Bundesnetzagentur melden.

Bis technische Lösungen wie das Authentifizierungsverfahren STIR/SHAKEN flächendeckend greifen, bleibt die eigene Wachsamkeit der wichtigste Schutz.

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