Alzheimer-Diagnose: Hirnstimulation misst Krankheitsverlauf
25.01.2026 - 05:31:12Boston. Forscher haben eine neue Methode entwickelt, um den Fortschritt von Alzheimer zu bewerten. Sie kombinieren Magnetstimulation des Gehirns mit moderner Datenanalyse.
Die Studie der Boston University zeigt: Die Komplexität der Hirnwellen-Reaktion auf magnetische Pulse unterscheidet klar zwischen gesunden Personen und Alzheimer-Patienten. Diese Erkenntnis könnte die Diagnostik revolutionieren.
Bewusstseins-Check für Demenz-Patienten
Die Wissenschaftler adaptierten eine Technik, die bisher das Bewusstsein von Komapatienten bewertete. Bei Alzheimer misst sie nun objektiv, wie intakt die bewussten Denkprozesse sind. Diese gehen bei der Erkrankung nach und nach verloren.
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„Wir erhalten ein viel tieferes Verständnis davon, wie die Krankheit das Gehirn angreift“, sagt Seniorautor Andrew Budson, Neurologie-Professor in Boston. Die Methode biete ein neues Werkzeug, um den Krankheitsverlauf präziser zu verfolgen.
So funktioniert der Hirn-Komplexitäts-Test
Zwei etablierte Technologien werden kombiniert: die transkranielle Magnetstimulation (TMS) und die Elektroenzephalographie (EEG). Eine Magnetspule am Kopf sendet einen kurzen, nicht-invasiven Impuls und stimuliert eine gezielte Hirnregion. Ein EEG misst sofort die elektrische Antwort des Gehirns.
Der Durchbruch liegt in der Analyse dieser Signale. Ein spezieller Index – der Perturbation Complexity Index-State Transitions (PCI-ST) – quantifiziert die Komplexität der Hirnreaktion. Ein gesundes, gut vernetztes Gehirn zeigt ein komplexes, weitverbreitetes Aktivitätsmuster und einen hohen PCI-ST-Wert. Ein von Alzheimer geschädigtes Gehirn reagiert simpler und lokaler.
Deutliche Unterschiede zwischen Patienten und Gesunden
Die im Fachjournal Neuroscience of Consciousness veröffentlichte Studie verglich zwei Gruppen direkt: 28 Alzheimer-Patienten und 27 gesunde ältere Erwachsene. Alle unterzogen sich dem TMS-EEG-Verfahren.
Das Ergebnis war eindeutig: Die Alzheimer-Gruppe wies signifikant niedrigere Komplexitäts-Werte auf als die gesunde Kontrollgruppe. Diese reduzierte Komplexität zeigte sich bei der Stimulation verschiedener Hirnregionen. Der PCI-ST-Index scheint ein verlässlicher Indikator für den typischen, weitreichenden Abbau der neuronalen Netzwerke bei Alzheimer zu sein.
Ein Biomarker für den Verlust des Bewusstseins
Die Methode liefert auch eine Erklärung für ein klinisches Paradoxon: Viele Alzheimer-Patienten verlieren bewusste Fähigkeiten wie das Bilden neuer Erinnerungen oder die Aufmerksamkeit. Unbewusste Fertigkeiten – wie Routinehandlungen oder „Muskelgedächtnis“ – bleiben jedoch oft erhalten.
Laut Professor Budson erklärt sich dies durch die unterschiedliche Komplexität der Hirnnetzwerke. Der Abbau komplexer, weitreichender Verbindungen schädigt das bewusste Denken. Einfachere, lokale Schaltkreise für unbewusste Gewohnheiten bleiben dagegen länger intakt.
Das ist entscheidend für Angehörige und Pflegende. Es erklärt, warum vertraute Umgebungen den Alltag erleichtern, während neue Situationen zu großer Verwirrung führen können.
Alte Technik, neue Anwendung – und große Hoffnungen
Die kreative Neu-Anwendung des PCI-ST-Index von der Komaforschung auf die Alzheimer-Diagnostik ist der Kern dieser Innovation. Sie zeigt, wie bestehende Medizintechnik für neue, dringende Herausforderungen genutzt werden kann.
Die Methode bewertet die Hirnfunktion direkter als manche traditionellen Diagnoseverfahren. Diese stützen sich oft auf kognitive Tests oder teure Bildgebung, die strukturelle Veränderungen, nicht aber die Funktionsfähigkeit messen.
Als nicht-invasive Prozedur verspricht die TMS-EEG-Technik viel: Sie könnte den Alzheimer-Verlauf über die Zeit präziser überwachen. In klinischen Studien für neue Medikamente könnte sie ein objektives Maß liefern, ob eine Therapie die Komplexität der Hirnnetzwerke erhält oder wiederherstellt.
Weitere Forschung an größeren Bevölkerungsgruppen ist nötig. Doch die Arbeit markiert einen kritischen Schritt im Kampf gegen Alzheimer.
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