Aluminiummarkt: Lagerbestände auf 20-Jahres-Tief
06.05.2026 - 10:42:47 | boerse-global.deAluminium ist so teuer wie lange nicht mehr. Am 5. Mai kletterten die Notierungen an der London Metal Exchange (LME) um rund 1,9 Prozent. Mit etwa 3.589 US-Dollar pro Tonne erreichte das Leichtmetall den kräftigsten Tageszuwachs seit Mitte April.
Hinter der Rallye steckt eine fundamentale Verknappung. Die physischen Reserven an der LME sind auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahrzehnten gefallen. Aktuell belaufen sich die registrierten Bestände auf lediglich rund 364.700 Tonnen. Dieser massive Abbau macht den Markt extrem anfällig für unvorhergesehene Lieferstopps.
Während die Vorräte in China zuletzt saisonal bedingt leicht zunahmen, bleibt das Angebot außerhalb Asiens strukturell verknappt. Branchenexperten gehen davon aus, dass dieses Defizit aufgrund begrenzter Kapazitäten ein dominierendes Thema für das gesamte Jahr 2026 bleiben wird.
Geopolitische Risiken und neue Zölle
Die Versorgungslage bleibt fragil. Besonders der Nahe Osten steht unter Beobachtung, da die Golfregion fast zehn Prozent der weltweiten Produktion stemmt. Zwar entspannte ein brüchiger Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran die Lage an der Straße von Hormus vorerst. Logistische Unsicherheiten treiben die Risikoprämien dennoch weiter an.
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Parallel dazu sorgt die US-Handelspolitik für Unruhe. Die angekündigten Zölle von 25 Prozent auf europäische Fahrzeugimporte treffen eine Schlüsselbranche. Da die Automobilindustrie massiv Aluminium verbaut, drohen Verwerfungen in den globalen Lieferketten. Das könnte die Nachfragedynamik zwischen den westlichen Volkswirtschaften nachhaltig verzerren.
Produktionslimits und Konkurrenz durch KI
In China stößt die Produktion an ihre systemischen Grenzen. Das Land nähert sich der selbst auferlegten Kapazitätsobergrenze von 45 Millionen Tonnen. Da die heimische Nachfrage durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die Elektromobilität hoch bleibt, sinkt das Exportpotenzial des Weltmarktführers.
Indes verschärft der Energiehunger der Tech-Branche das Problem. In Europa und den USA konkurrieren Schmelzhütten zunehmend mit KI-Rechenzentren um langfristige Stromverträge. Die hohen Energiekosten verhindern, dass stillgelegte Kapazitäten schnell wieder ans Netz gehen. Die Produktionskosten für Primäraluminium verharren dadurch auf einem hohen Sockel.
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Die Kombination aus schrumpfenden Vorräten und strukturellen Produktionshürden stützt das aktuelle Preisniveau. Marktteilnehmer blicken nun auf die Umsetzung der US-Zollpläne, die über die weitere Nachfragedynamik im Automobilsektor entscheiden dürften.
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