Alphabet Aktie: Google-Deal überrascht
06.03.2026 - 06:30:35 | boerse-global.deDie Schwarz-Gruppe, Mutterkonzern von Lidl und Kaufland, hat im November 2024 eine langfristige Partnerschaft mit Google bekanntgegeben. Der Handelsriese mit 575.000 Mitarbeitern migriert auf Google Workspace – eine Entscheidung, die aufhorchen lässt. Denn parallel investiert die Schwarz-Gruppe massiv in den Aufbau einer eigenen europäischen Cloud-Infrastruktur.
Elf Milliarden Euro für eigene Cloud
Die Schwarz-Gruppe steckt elf Milliarden Euro in ein Rechenzentrum in Lübbenau im Spreewald. Es ist die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte. Das Ziel: sich als europäische Alternative zu Amazon Web Services und Microsoft Azure zu etablieren. "Das ist das Ziel, was wir haben", bestätigte Christian Müller, Co-Vorsitzender von Schwarz Digits, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Erste große Meilensteine sollen 2027 erreicht werden.
Die Anlage soll nicht nur eigene Daten der Gruppe verarbeiten, sondern auch externen Kunden Speicher und Rechenleistung anbieten. Kooperationen mit der Polizei Baden-Württemberg und der Bundesagentur für Arbeit laufen bereits.
Google als Hauptlieferant, aber nicht allein
Trotz der eigenen Cloud-Ambitionen setzt die Schwarz-Gruppe auf Google Workspace. Die Begründung: maximale Sicherheit, Effizienz und Kontrolle der Souveränität. "Wenn es da eine souveräne Lösung gibt, dann sollte man darauf setzen", erklärte Müller. Doch der Konzern fährt zweigleisig. Als Backup dient die von der Bundesregierung finanzierte Lösung Zendis OpenOffice – eine europäische Alternative ohne Abhängigkeit von US-Dienstleistern.
"Wir haben bei uns Google im Einsatz, und wenn Google nicht funktionieren sollte, dann nutzen wir Zendis OpenOffice als Backup-Lösung", so Müller. Die Strategie folgt dem Handelsprinzip: Immer zwei Lieferanten parat haben.
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Politisches Umdenken treibt Nachfrage
Dass zu große Abhängigkeit von IT-Dienstleistern aus China und den USA zum Problem werden kann, sei politischen Entscheidern erst in den vergangenen zwei Jahren richtig klar geworden, sagen Experten. Entwicklungen im Ukraine-Krieg und Spannungen im transatlantischen Verhältnis seit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump haben die Sensibilität geschärft.
Rolf Schumann, Co-Chef von Schwarz Digits, betonte: "Als man gemerkt hat, mit welcher Klarheit eine Regierung Trump ihre Interessen durchsetzt, hatte das schon einen Effekt." Die Nachfrage nach souveränen Cloud-Lösungen steigt. Besonders staatliche Institutionen mit hohem Sicherheitsbedürfnis suchen Alternativen zu US-Anbietern.
Für Google bedeutet der Deal mit der Schwarz-Gruppe einen prestigeträchtigen Großkunden in Europa. Gleichzeitig wächst mit dem Rechenzentrum in Lübbenau ein Wettbewerber heran, der perspektivisch zum ernsthaften Konkurrenten werden könnte. Die Schwarz-Gruppe setzt auf ein hybrides Modell: Google für den Alltag, Europa als strategische Absicherung.
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