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Alphabet Aktie: Buffett stützt 31-Milliarden-Position

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 04:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Warren Buffett bestätigt persönlich seine Alphabet-Investition. Analysten zeigen sich optimistisch, doch Verzögerungen bei der KI-Plattform Gemini trüben die Stimmung vor den Quartalszahlen.

Alphabet Aktie: Buffett-Bekenntnis stützt, Gemini-Sorgen belasten
Abstrakte Szene, die den Technologiesektor und Marktvertrauen darstellt, mit glatten, reflektierenden Oberflächen und leuchtenden Linien. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Warren Buffett meldet sich persönlich zu Wort. Die Botschaft: Er selbst hat den wachsenden Alphabet-Anteil bei Berkshire Hathaway initiiert, nicht sein designierter Nachfolger Greg Abel. Für die Google-Mutter kommt das Bekenntnis zur rechten Zeit, denn die Aktie steckt mitten in einer holprigen Woche vor den Quartalszahlen.

Alphabet schloss den Freitagshandel bei 303,10 Euro, ein Minus von 2,15 Prozent an einem Tag und 3,12 Prozent über die vergangene Handelswoche. Der Titel notiert damit rund 13,6 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 350,75 Euro, das Mitte Mai erreicht wurde. Auf Zwölfmonatssicht bleibt die Bilanz mit einem Plus von 91,45 Prozent trotzdem beeindruckend.

Buffett bekennt sich klar zur Wette

In einem Live-Interview bei CNBC stellte Buffett unmissverständlich klar: "Ich habe es initiiert." Damit räumte er Spekulationen aus dem Weg, wonach Abel hinter dem Einstieg stecke. Beide Männer, so Buffett, würden aber jede Entscheidung gemeinsam absegnen.

Die Position ist seit der ersten Offenlegung im dritten Quartal 2025 kräftig gewachsen. Berkshire beteiligte sich zusätzlich an einer milliardenschweren Privatplatzierung, die Alphabets Ausbau der KI-Infrastruktur finanzieren soll: 5 Milliarden Dollar in Class-A-Aktien zu je 351,81 Dollar, weitere 5 Milliarden Dollar in Class-C-Aktien zu je 348,20 Dollar. Insgesamt hält Berkshire nun Alphabet-Aktien im Wert von etwa 31 Milliarden Dollar – einer der größten Einzelposten im Portfolio.

Analysten schrauben Kursziele hoch

Buffetts öffentliches Bekenntnis fiel mit einer Welle positiver Analystenkommentare zusammen. KeyBanc-Analyst Justin Patterson erhöhte sein Kursziel vor den Q2-Zahlen von 425 auf 445 Dollar. Seine Begründung: Der Markt unterschätze die Widerstandsfähigkeit von Google Search und Google Cloud.

Wedbush ging deutlich weiter und startete die Coverage mit einem Kursziel von 671 Dollar – der aggressivste Wert unter allen Bankanalysten. BofA hob seine Schätzungen für 2026 und 2027 an und begründete dies mit einem erwarteten Cloud-Wachstum von 70 Prozent im zweiten Quartal. Unter den 64 Analysten, die Alphabet beobachten, dominiert Optimismus: 14 vergeben "Strong Buy", 43 "Buy", nur 7 "Hold". Verkaufsempfehlungen gibt es keine einzige.

Gemini-Verzögerung bremst die Euphorie

Der positive Rückenwind durch Buffett wurde diese Woche von neuen Sorgen um Alphabets KI-Fahrplan überlagert. Berichte über eine Verzögerung beim nächsten Gemini-Flaggschiffmodell lösten einen scharfen Kurseinbruch an einem einzelnen Handelstag aus. Die Aktie rutschte dabei unter ihren 50-Tage-Durchschnitt von 320,02 Euro, hält sich aber weiterhin deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 278,47 Euro – ein Zeichen, dass der langfristige Aufwärtstrend intakt bleibt.

Der 14-Tage-RSI liegt bei 41,8. Der Markt ist damit weder überkauft noch überverkauft, sondern sucht nach der volatilen Woche seine Richtung neu.

Cloud-Auftragsbestand als Trumpfkarte

Neben Buffetts Investment richten Analysten den Blick auf einen anderen Wachstumstreiber: den Auftragsbestand im Cloud-Geschäft. Dieser kletterte im ersten Quartal 2026 auf 462 Milliarden Dollar – fast eine Verdopplung binnen eines Quartals. Für viele Investoren ist das der eigentliche Beleg dafür, dass die Cloud-Sparte weiter an Fahrt gewinnt, unabhängig von den kurzfristigen Turbulenzen um Gemini.

Alphabet steht seit Jahresbeginn mit 13,80 Prozent im Plus. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob sich der Optimismus der Analysten und Buffetts Vertrauen in den Zahlen niederschlagen – oder ob die Verzögerung bei Gemini das Sentiment weiter belastet.

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