Allison, Transmission

Allison Transmission Aktie: Gewinneinbruch trotz Übernahme

24.02.2026 - 00:54:34 | boerse-global.de

Der Getriebespezialist verfehlt die Gewinnerwartungen deutlich, zeigt aber operative Stärke und gibt eine optimistische Prognose für das laufende Geschäftsjahr ab.

Allison Transmission hat gestern nach Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fallen durchwachsen aus. Der Getriebespezialist aus Indianapolis enttäuschte mit einem Gewinn je Aktie von 1,18 Dollar, während Analysten mit 1,51 Dollar gerechnet hatten. Das entspricht einer Verfehlung von knapp 22 Prozent. Immerhin: Beim Umsatz übertraf das Unternehmen mit 737 Millionen Dollar die Erwartungen von 719 Millionen Dollar leicht. Im nachbörslichen Handel gab die Aktie um 1,7 Prozent auf 118,85 Dollar nach.

Die Ergebnisse kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Anfang Januar schloss Allison die mit 2,7 Milliarden Dollar größte Übernahme seiner Geschichte ab. Das Off-Highway-Geschäft von Dana Incorporated soll den Getriebeexperten künftig breiter aufstellen – weg von der reinen Abhängigkeit vom Nutzfahrzeugmarkt, hin zu Bau-, Bergbau- und Landwirtschaftsmärkten.

Operative Stärke bei schwachem Umfeld

Trotz des Gewinnrückgangs um 43 Prozent auf 99 Millionen Dollar zeigt sich operativ eine bemerkenswerte Entwicklung. Die bereinigte EBITDA-Marge kletterte um 210 Basispunkte auf 36,0 Prozent – ein Zeichen für gestiegene Profitabilität trotz rückläufiger Erlöse. Der operative Cashflow legte sogar um 15,2 Prozent auf 243 Millionen Dollar zu.

Der Blick auf die Geschäftsbereiche offenbart allerdings deutliche Schwächen. Das nordamerikanische On-Highway-Geschäft, das 51 Prozent des Umsatzes ausmacht, brach um 14 Prozent auf 361 Millionen Dollar ein. Schwache Nachfrage bei mittelschweren Lkw der Klassen 4 bis 7 sowie bei schweren Nutzfahrzeugen drückte auf die Zahlen. Auch das Ersatzteilgeschäft gab um 5 Prozent nach.

Lichtblicke gab es im internationalen Geschäft mit einem Plus von 6 Prozent auf 131 Millionen Dollar, getragen von steigender Nachfrage in Asien und Europa. Besonders stark entwickelte sich der Verteidigungsbereich mit einem Zuwachs von 7 Prozent auf 73 Millionen Dollar – über das gesamte Jahr 2025 legte dieser Bereich sogar um 26 Prozent zu.

Ambitionierte Prognose für 2026

Für das laufende Jahr 2026 gibt sich das Management zuversichtlich. Der kombinierte Umsatz soll zwischen 5,58 und 5,93 Milliarden Dollar liegen – deutlich über den bisherigen Analystenschätzungen von 5,53 Milliarden Dollar. Davon entfallen 3,03 bis 3,18 Milliarden Dollar auf das angestammte Geschäft und 2,55 bis 2,75 Milliarden Dollar auf die zugekaufte Off-Highway-Sparte.

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Das bereinigte EBITDA wird bei 1,37 bis 1,52 Milliarden Dollar erwartet, der freie Cashflow soll 655 bis 805 Millionen Dollar erreichen. Laut Management wird die Dana-Übernahme bereits 2026 sowohl den Nettogewinn als auch den Gewinn je Aktie steigern. Bank of America Securities rechnet mit einem Beitrag von über 340 Millionen Dollar zum bereinigten EBITDA inklusive Synergien.

Analysten bleiben vorsichtig

Die Einschätzungen der Analysten fallen verhalten aus. Von zehn befragten Experten empfehlen die meisten ein "Halten" der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 114,80 Dollar – was ein Abwärtspotenzial von 3,4 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs bedeutet. Morgan Stanley hob sein Ziel zuletzt auf 109 Dollar an, Baird auf 112 Dollar. Bank of America Securities bleibt mit einem Kursziel von 92 Dollar und einer "Underperform"-Einstufung am skeptischsten.

Die Gewinnschätzungen wurden in den vergangenen 60 Tagen um 4,5 Prozent nach unten revidiert. Anleger dürften nun vor allem auf Details zur Integration des Dana-Geschäfts achten. Mit 11.000 zusätzlichen Mitarbeitern und Präsenz in über 25 Ländern steht eine komplexe Zusammenführung an. Ob die versprochenen Synergien tatsächlich realisiert werden können, wird über den weiteren Kursverlauf entscheiden. Die Aktie notiert derzeit nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 119,48 Dollar – die Erwartungen sind entsprechend hoch.

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