AllianceBernstein, Aktie

AllianceBernstein Aktie: Wende bei den Zuflüssen

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 12:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AllianceBernstein verzeichnet erstmals seit fünf Quartalen wieder Nettozuflüsse und erreicht ein Rekordvermögen von 905,5 Milliarden Dollar.

AllianceBernstein: Trendwende bei Mittelzuflüssen im zweiten Quartal
Abstrakte Darstellung einer modernen Finanzumgebung, die Wachstum und positive Marktdynamik symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Vier Quartale in Folge flossen Anleger aus den Fonds von AllianceBernstein ab. Im zweiten Quartal 2026 hat sich das Bild gedreht — und zwar deutlicher, als viele erwartet hatten. Die Vermögensverwaltung meldet die besten Verkaufszahlen seit fünf Jahren.

Zuflüsse drehen ins Positive

AllianceBernstein verzeichnete im zweiten Quartal Nettozuflüsse von 800 Millionen Dollar — nach vier Quartalen mit Abflüssen ein klarer Kurswechsel. Das verwaltete Vermögen kletterte auf ein Rekordniveau von 905,5 Milliarden Dollar, ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 829,1 Milliarden Dollar.

Getragen wurde die Erholung vor allem vom Fixed-Income-Geschäft. Dort kamen rund 3 Milliarden Dollar an Nettozuflüssen zusammen, darunter ein passives Retail-Mandat über 9 Milliarden Dollar. Die Alternatives-Sparte legte bereits das sechste Quartal in Folge zu, mit Zuflüssen von über 4 Milliarden Dollar.

Nicht überall lief es rund. Aktives Aktiengeschäft und steuerpflichtige Anleihestrategien verzeichneten Abflüsse von etwa 11 Milliarden beziehungsweise 5 Milliarden Dollar. Grund dafür waren Rückgaben von Privatanlegern, konzentriert auf die Region Asien-Pazifik. Der Retail-Kanal insgesamt zeigte sich davon unbeeindruckt: Rekord-Bruttoverkäufe von 31 Milliarden Dollar standen Nettozuflüssen von 900 Millionen Dollar gegenüber, während auch das institutionelle Geschäft mit 600 Millionen Dollar wieder ins Plus drehte.

Marge wächst, Umsatz verfehlt Schätzung

Beim Ergebnis traf AllianceBernstein die Erwartungen der Analysten exakt: Das bereinigte Ergebnis je Anteilsschein lag bei 0,82 Dollar. Beim Umsatz reichte es allerdings nicht ganz — die bereinigten Nettoerlöse stiegen zwar um 5 Prozent auf 887,6 Millionen Dollar, blieben aber unter der Konsensschätzung von 895,15 Millionen Dollar.

Das operative Ergebnis wuchs bereinigt um 7 Prozent auf 293 Millionen Dollar, die operative Marge verbesserte sich um 70 Basispunkte auf 33,0 Prozent. CEO Seth Bernstein sprach von der stärksten Verkaufsquartal seit fünf Jahren. Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem moderaten Plus von 0,18 Prozent — die Zahlen lagen erkennbar im erwarteten Rahmen, ohne für größere Überraschungen zu sorgen.

Die Gesellschaft kündigte zudem eine Barausschüttung von 0,82 Dollar je Anteilsschein an, zahlbar am 27. August 2026 an Anteilsinhaber, die am 12. August 2026 im Register stehen.

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