Allbirds Aktie: US-Läden werden geschlossen
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 19:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der ehemalige Hype um die nachhaltigen Wollschuhe von Allbirds ist endgültig verflogen. Übrig bleibt eine leere Hülle, deren Überreste nun unter den Hammer kommen. Nach dem Verkauf der Markenrechte konzentrieren sich Marktteilnehmer nur noch auf die Abwicklung des Unternehmens.
Abschied vom Kerngeschäft
Das Management hat die Reißleine gezogen. Für rund 39 Millionen USD gingen die Markenrechte und das Schuhgeschäft an die American Exchange Group über. Dieser Schritt markiert das Ende der ursprünglichen Wachstumsstrategie.
Parallel zum Markenverkauf schließt Allbirds sämtliche US-Ladengeschäfte. Das Unternehmen verabschiedet sich damit vollständig vom direkten Einzelhandel. Das Ziel ist ein radikaler Umbau hin zu einem schlanken Modell ohne eigene Lager und Läden. Von der aggressiven Expansion nach dem Börsengang im Jahr 2021 ist nichts mehr übrig.
Technische Signale am Boden
Die Börse quittierte die Zerlegung des Konzerns mit einer massiven Fluchtbewegung. Allein in den vergangenen 30 Tagen verlor das Papier fast 50 Prozent an Wert. Mit einem Schlusskurs von 2,46 USD am Freitag setzt sich die Talfahrt ungebremst fort.
Technische Indikatoren signalisieren mittlerweile eine extreme Marktreaktion. Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist auf einen Wert von 27 gefallen. In der Chartanalyse gilt ein Niveau unter 30 als überverkauft. Dies deutet oft auf eine kurzfristige Gegenbewegung hin, ändert jedoch nichts am fundamentalen Abwärtstrend. Das bisherige Jahrestief liegt bei 2,15 USD und bildet nun die letzte nennenswerte Unterstützung.
Im August liefert das Unternehmen neue Finanzdaten. Dieser Bericht wird Klarheit darüber bringen, wie viel Kapital nach dem Verkauf der Vermögenswerte und der Tilgung aller Schulden für die Aktionäre verbleibt. Bis zur finalen Liquidation der Gesellschaft müssen Investoren mit einer extremen Volatilität von über 130 Prozent rechnen.
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