Algen, Superfood

Algen: Superfood mit gefährlichem Jod-Risiko

13.01.2026 - 20:53:12

Verbraucherschützer warnen vor Algenprodukten mit extrem schwankenden Jodwerten. Eine Marktanalyse zeigt gravierende Mängel bei der Kennzeichnung und fordert strengere Regeln.

Algen liegen als nachhaltiges Superfood im Trend – doch ihr extrem schwankender Jodgehalt birgt ernste Gesundheitsgefahren. Verbraucherschützer warnen vor unkontrolliertem Verzehr.

Der schmale Grat zwischen Mangel und Überdosis

Jod ist essenziell für die Schilddrüse, die unseren Stoffwechsel steuert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich 150 bis 200 Mikrogramm. In Deutschland, einem Jodmangelgebiet, erreichen viele diese Menge nicht. Algen wie Kombu oder Wakame können als natürliche Jodquelle helfen, besonders für Veganer. Sie reichern das Spurenelement aus dem Meerwasser in hohen Konzentrationen an.

Die unterschätzte Gefahr im Tütchen

Der Jodgehalt in Algen schwankt extrem – von 5 bis über 11.000 Mikrogramm pro Gramm Trockenprodukt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt: Schon 10 Gramm bestimmter getrockneter Algen können das Zehnfache der maximalen Tagesdosis liefern.

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Die Folgen einer Überdosierung:
* Auslösung einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
* Auslösung einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
* Besonders gefährdet: Ältere Menschen und Personen mit unentdeckten Schilddrüsenerkrankungen

Marktcheck offenbart katastrophale Kennzeichnung

Verbraucherschützer schlagen Alarm. Ein Check von 142 Produkten zeigte: Die Mehrheit der als jodreich eingestuften Algen fehlten konkrete Angaben zum Jodgehalt. Warnhinweise und Verzehrempfehlungen sucht man meist vergeblich.

Oft steht nur der vage Begriff “Meeresalgen” auf der Packung – obwohl verschiedene Arten drastisch unterschiedliche Mengen des Spurenelements enthalten. Das BfR fordert seit Jahren Warnhinweise für Produkte mit mehr als 20 Milligramm Jod pro Kilogramm. Bisher ohne durchschlagenden Erfolg.

Wer schützt die Verbraucher?

Der Markt für Algenprodukte boomt und soll bis 2033 auf über 16 Milliarden Dollar wachsen. Die regulatorische Aufsicht hinkt dieser Entwicklung jedoch hinterher. Verbraucherschutzorganisationen fordern jetzt klare gesetzliche Regeln:
* Einheitliche Höchstmengen für Jod in Algen
* Pflicht zur Angabe des Jodgehalts in der Nährwerttabelle
* Klare Verzehrempfehlungen auf der Verpackung

Experten betonen: Die Jodierung von Speisesalz bleibt die sicherste Methode, um die Grundversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Algen können nur bei strenger Kontrolle eine sinnvolle Ergänzung sein.

Bis verbindliche Regelungen auf EU-Ebene kommen, raten Experten zu äußerster Vorsicht. Kaufen Sie nur Produkte mit deklariertem Jodgehalt. Bei bekannten Schilddrüsenerkrankungen sollten Sie vor dem Verzehr unbedingt einen Arzt konsultieren.

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