Albemarle Aktie: EBITDA springt um 148 Prozent
24.05.2026 - 20:23:01 | boerse-global.deBei Albemarle prallen zwei Realitäten aufeinander. Während der Lithium-Spezialist an der Börse zuletzt nachgab, deuten die Geschäftszahlen auf eine deutliche Erholung hin.
Die Aktie notierte am Freitag bei 148,00 Euro – ein Tagesplus von 1,23 Prozent. Auf Monatssicht verlor das Papier jedoch rund zehn Prozent. Der Sprung von 48 Euro vor einem Jahr auf über 182 Euro im April zeigt aber: Langfristig läuft der Aufwärtstrend. Knapp 190 Prozent Plus in zwölf Monaten.
Lithiummarkt dreht
Albemarles Schicksal hängt am Lithiummarkt. Und der erholt sich nach einer langen Durststrecke. Batteriequalitäts-Lithiumcarbonat kletterte binnen eines Monats von 11 auf fast 16 Dollar je Kilogramm. Bessere Produktionsdisziplin und stärkere Nachfrage aus Energiespeichern und E-Autos treiben die Kurse.
Besonders der stationäre Speichermarkt entwickelt sich zum kräftigen Treiber. Die Nachfrage nach Batterien für Solaranlagen und Netzspeicher wächst rasant.
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Quartal überzeugt
Albemarles Q1-Zahlen 2026 spiegeln die Trendwende. Der Umsatz stieg um 33 Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBITDA schoss um 148 Prozent auf 664 Millionen Dollar hoch – ein Beleg für die operative Hebelwirkung, wenn die Marktbedingungen besser werden.
Analysten heben ihre Kursziele an. Sie begründen das mit einem leicht gesunkenen Diskontsatz, höheren Umsatzannahmen und einem steigenden KGV. Die Einschätzungen zur fairen Bewertung klaffen indes auseinander: Während ein Modell den fairen Wert nahe dem aktuellen Kurs sieht, taxiert ein anderes ihn auf rund 350 Dollar – ein Aufschlag von 51 Prozent.
Ketjen, Albemarles Katalysatorsparte für Raffinerien und Petrochemie, steht unter strategischer Prüfung. Ein Verkauf wird in der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet. Das Geld will das Management in sein Kerngeschäft stecken: Lithium und Spezialchemie.
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Der Ausblick bleibt ambitioniert. Albemarle rechnet für 2026 mit einer globalen Lithiumnachfrage von 1,8 Millionen Tonnen LCE. Bis 2030 sollen es 2,8 bis 3,6 Millionen Tonnen sein. Sollte sich die Markterholung fortsetzen, dürfte auch der Aktienkurs wieder Tritt fassen.
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