Alaska startet digitale Führerscheine als US-Trend an Fahrt gewinnt
22.01.2026 - 21:12:12Die USA beschleunigen den Abschied vom Plastikausweis: Alaska hat als erster Bundesstaat eine eigene Mobile-ID-App eingeführt. Gleichzeitig kündigte die Polizei in Montana an, digitale Führerscheine bei Verkehrskontrollen zu akzeptieren. Diese Schritte markieren einen Wendepunkt für die digitale Identität in den Vereinigten Staaten.
Bislang waren mobile Führerscheine (mDLs) vor allem bei der US-Sicherheitsbehörde TSA an über 250 Flughäfen im Einsatz. Jetzt erreicht die Technologie den Alltag der Bürger. Die Montana Highway Patrol begann diese Woche, digitale Ausweise bei Verkehrsstopps anzuerkennen – ein entscheidender Schritt für die flächendeckende Nutzung.
„Die Verkehrskontrolle ist eine der häufigsten Situationen, in der man sich ausweisen muss“, erklärt ein Branchenbeobachter. „Diese Akzeptanz durch die Strafverfolgungsbehörden ist ein riesiger Vertrauensbeweis.“ In Montana bleibt der physische Führerschein jedoch Pflicht; die digitale Version ist nur eine freiwillige Zusatzoption.
Passend zum Thema KI-Sicherheit und Identitätsprüfung: Seit August 2024 gelten neue EU-Regeln für KI-Systeme – viele Anbieter müssen jetzt umfangreiche Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten erfüllen. Unser kostenloses E-Book zur EU-KI-Verordnung erklärt verständlich, welche Anforderungen für Entwickler, Plattformbetreiber und Verifikationsdienste gelten, wie Risikoklassen zugeordnet werden und welche Fristen zu beachten sind. Ideal, wenn Sie Systeme zur Deepfake-Erkennung oder Biometrie einsetzen. Kostenlosen KI-Verordnungs-Leitfaden herunterladen
So funktioniert der digitale Ausweis aus Alaska
Die Alaska Mobile ID wurde mit dem Technologiekonzern Thales entwickelt. Sie dient als digitales Gegenstück zum Plastikführerschein. Die Anmeldung erfolgt komplett remote: Nutzer laden die App, scannen ihren physischen Ausweis und bestätigen ihre Identität mit einem Selfie für den biometrischen Abgleich.
Ein Kernfeature ist der Datenschutz durch selektive Offenlegung. Nutzer können gezielt nachweisen, dass sie über 21 sind, ohne ihr genaues Geburtsdatum oder ihre Adresse preiszugeben. „Diese Privatsphäre ist mit einer traditionellen Plastikkarte unmöglich“, so ein Experte. Die Daten sind verschlüsselt und durch die Smartphone-Sicherheit (z.B. Face-ID) geschützt.
Im Kampf gegen KI-Betrug: Die Technologie im Hintergrund
Der digitale Wandel kommt zur rechten Zeit. Die Betrugsgefahr durch KI-generierte Deepfakes wächst rasant. Ein Bericht zur Identitätsbetrugsbekämpfung von 2025 zeigte, dass solche Fälschungen einen erheblichen Teil des Betrugs bei Fernverifikationen ausmachen.
Moderne Systeme setzen daher auf mehrschichtige Sicherheit. In Mexiko etwa müssen Mobilfunkverträge seit kurzem mit einer amtlich verifizierten Identität verknüpft werden. Die dortigen Plattformen verarbeiten seither fast eine Million Verifikationen – und nutzen unter anderem Lebenszeichen-Prüfungen. Um Datenschutzvorgaben zu erfüllen, kommen Techniken wie widerrufbare biometrische Referenzen zum Einsatz, die keine rohen Biometriedaten speichern.
Die Zukunft: Fingerabdruck per Funk und dezentrale Identität
Die technologische Entwicklung schreitet schnell voran. Die kommende Überarbeitung des ANSI/NIST-ITL 1-2025-Standards wird die Unterstützung für kontaktlose Fingerabdruckbilder formalisieren. Dies ebnet den Weg für noch sicherere Verifikationsmethoden, die ohne spezielle Hardware auskommen.
Parallel erforscht die Branche dezentrale Identitätsmodelle. Ein Proof-of-Concept für „Trusted Caller Identity“ zeigte kürzlich, wie sich Nutzer in weniger als einer Minute bei einem Callcenter authentifizieren können – statt wie bisher in mehreren Minuten. Dabei behält der Nutzer die Hoheit über seine Daten im eigenen digitalen Wallet. Das Ziel: eine sichere, datensparsame Identitätsprüfung, die sich nahtlos in den Alltag einfügt.
PS: Die KI-Verordnung betrifft direkt auch Technologien zur Fernverifikation und Deepfake-Abwehr – Untätigkeit kann für Anbieter teuer werden. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt praxisnah, wie Sie Kennzeichnungspflichten erfüllen, erforderliche Dokumentation aufbauen und Ihr System rechtssicher einstufen. Besonders nützlich für Entwickler, Anbieter von Mobile-ID-Lösungen und Compliance-Verantwortliche, die biometrische Verifikationen einsetzen. Gratis E-Book zur KI-Verordnung sichern


