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Alaska Air Aktie: Ausblick enttäuscht

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 23:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Alaska Air übertrifft Gewinnerwartungen im zweiten Quartal, enttäuscht aber mit einem schwachen Ausblick für das dritte Quartal.

Alaska Air Aktie: Gewinnausblick für Q3 enttäuscht Anleger
Flügel eines modernen Passagierflugzeugs vor einem wolkenverhangenen Himmel bei Sonnenaufgang. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Verlust je Aktie fiel geringer aus als erwartet, trotzdem schickten Anleger die Alaska-Air-Aktie nach unten. Der Grund liegt im Ausblick für das laufende Quartal – und der bleibt weit hinter dem zurück, was der Markt eingepreist hatte.

Im zweiten Quartal verbuchte die Fluggesellschaft einen bereinigten Verlust von 0,92 Dollar je Aktie, besser als die von Analysten erwarteten 0,98 Dollar Verlust. Beim Umsatz reichte es mit 4,07 Milliarden Dollar allerdings nicht ganz an die Konsensschätzung von 4,09 Milliarden Dollar heran. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 76 Millionen Dollar nach US-GAAP. Die Aktie gab nachbörslich weiter nach, nachdem sie im regulären Handel bereits gefallen war.

Treibstoffkosten schlagen mit voller Wucht durch

Der Hauptbelastungsfaktor war schnell identifiziert: Die wirtschaftlichen Treibstoffkosten schossen um 85 Prozent auf 4,43 Dollar je Gallone nach oben. Das bedeutete rund 600 Millionen Dollar an zusätzlichen Ausgaben allein durch den Kraftstoffpreis. Hinzu kamen historische Regenfälle auf Hawaii im März, die das Osterreisegeschäft im April dämpften und die Umsatzentwicklung pro Kapazitätseinheit um etwa drei Punkte belasteten.

Operativ lief es nach Unternehmensangaben besser als der Preisschock vermuten lässt. Der Umsatz kletterte trotz einer Kapazitätsausweitung von nur einem Prozent um 10 Prozent, die Non-Fuel-Kosten pro Einheit stiegen mit 6,5 Prozent moderater als zuvor in Aussicht gestellt. CEO Ben Minicucci verwies zudem auf eine branchenführende Pünktlichkeitsquote im ersten Halbjahr, den Abschluss der Hawaiian-Integration sowie den Start von Europa-Flügen.

Ausblick reißt Erwartungen

Für das dritte Quartal rechnet Alaska Air mit einem bereinigten Gewinn zwischen 0,00 und 1,00 Dollar je Aktie. Der Mittelwert von 0,50 Dollar liegt deutlich unter der Analystenschätzung von 1,48 Dollar – eine Lücke, die den Kursrückgang erklärt. Als Kalkulationsbasis für den Treibstoff setzt das Unternehmen 3,75 Dollar je Gallone an, bei einer erwarteten Kapazitätssteigerung von 2 bis 3 Prozent.

Parallel zu den Zahlen treibt Alaska Air seine strukturelle Expansion voran. Die Frachtflotte wird durch vier zusätzliche Boeing 737-800BCF-Frachter von fünf auf neun Maschinen verdoppelt – Teil der "Alaska Accelerate"-Strategie, die dem Cargo-Geschäft zusätzliche 150 Millionen Dollar Jahresgewinn bringen soll. Die neuen Frachter sollen in der ersten Hälfte 2027 in Dienst gehen.

Bei Hawaiian Airlines steht zudem ein Flottenwechsel an: Die alternden Boeing 717 auf den Neighbor-Island-Strecken sollen ab 2028 durch modernere 737-800 mit Starlink-WLAN und mehr Premium-Sitzen ersetzt werden. Bis dahin unterstützt ab Oktober eine Alaska-branded 737 mit drei täglichen Rundflügen zwischen Honolulu und Kahului die bestehende Kapazität.

Die kommenden Monate werden zeigen müssen, ob sinkende Treibstoffpreise – die Prognose von 3,75 Dollar je Gallone liegt bereits unter dem Q2-Niveau – die schwache Gewinnspanne im dritten Quartal wieder auffangen können.

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