Alabama Power: Profitdeckel geplant
20.03.2026 - 19:45:18 | boerse-global.deIn Alabama wächst der politische Druck auf die Energieversorger. Nach Rekordgewinnen im vergangenen Jahr sieht sich die Alabama Power Company nun mit Gesetzesinitiativen konfrontiert, die sowohl die Rendite begrenzen als auch die staatliche Kontrolle massiv verschärfen könnten. Für das Unternehmen steht damit die bisherige Preisgestaltung zur Disposition.
Strenge Regeln für Stromtarife
Der Senat von Alabama hat bereits am 15. März den „Power to the People Act“ (SB360) verabschiedet. Dieser Entwurf zielt darauf ab, die Macht der Aufsichtsbehörde Public Service Commission (PSC) zu erweitern und deren Unabhängigkeit zu stärken. Ein zentraler Punkt ist das Verbot von Wahlkampfspenden der Versorger an Mitglieder der Kommission.
Zusätzlich sieht der Entwurf vor, die Stromtarife bis 2029 einzufrieren. Auch die Kosten, die das Unternehmen auf die Kunden umlegen darf, sollen beschnitten werden. Insbesondere Ausgaben für Werbung und Lobbyarbeit könnten künftig nicht mehr über die Stromrechnung der Verbraucher finanziert werden.
Rendite am Limit
Noch in dieser Woche steht im Repräsentantenhaus die Abstimmung über einen weiteren Entwurf (HB 475) an. Diese Gesetzgebung könnte die finanzielle Spielraum von Alabama Power deutlich einschränken. Geplant ist eine Obergrenze für die Eigenkapitalrendite, die sich am regionalen Durchschnitt der Nachbarstaaten orientieren soll.
Besonders brisant: Das Gesetz würde Alabama Power zu regelmäßigen, formellen Anhörungen über die Stromtarife verpflichten. Ein solches Verfahren hat im Bundesstaat seit 1981 nicht mehr stattgefunden. Die Initiative ist eine direkte Reaktion auf die öffentliche Debatte über die hohen Energiekosten, während der Versorger für 2025 ein Rekordergebnis auswies.
Die wichtigsten Eckpunkte der Reformpläne:
- Ausweitung der Aufsichtskommission von drei auf sieben Mitglieder.
- Verbot von Wahlkampfspenden durch Versorger an Kommissionsmitglieder.
- Einfrieren der Stromtarife bis zum Jahr 2029.
- Deckelung der Eigenkapitalrendite auf das regionale Durchschnittsniveau.
- Verpflichtende formelle Anhörungen zu Tarifanpassungen.
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Milliardenkredite für den Netzausbau
Trotz des regulatorischen Gegenwinds erhält das Unternehmen Unterstützung von Bundesebene. Ende Februar sicherte sich Alabama Power ein Darlehen des US-Energieministeriums in Höhe von 4,1 Milliarden Dollar. Diese Mittel sind Teil eines größeren Bundesprogramms, um die Infrastruktur in Alabama und Georgia auszubauen.
Hintergrund des Ausbaus ist der rasant steigende Energiebedarf, der vor allem durch neue Rechenzentren getrieben wird. Die staatliche Förderung soll sicherstellen, dass die notwendigen Investitionen nicht allein zu Lasten der Privatkunden gehen.
Die Entscheidung über HB 475 in dieser Woche wird zeigen, wie stark die künftige Ertragskraft von Alabama Power durch die neuen Renditeobergrenzen tatsächlich beschnitten wird. Das Ergebnis der Abstimmung bestimmt maßgeblich, ob der Versorger seinen profitablen Kurs der Vorjahre beibehalten kann.
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