Akupressur-Punkt GB34: Biologischer Wirkmechanismus gegen Sehnenleiden entschlüsselt
07.01.2026 - 19:14:12Neue Forschungsergebnisse liefern erstmals den biologischen Nachweis, wie Akupunktur und Akupressur bei Sehnenbeschwerden und Arthrose wirken. Eine heute veröffentlichte Studie entschlüsselt den molekularen Signalweg, der für die schmerzlindernde Wirkung verantwortlich ist.
Die im Journal of Pain Research publizierte Arbeit eines chinesischen Forscherteams um Yiming Fu zeigt: Die Stimulation von Akupunkturpunkten hemmt gezielt den NGF/TrkA-Signalweg. Dieser ist ein Haupttreiber für Schmerzsensibilisierung und Entzündungen bei degenerativen Gelenk- und Sehnenerkrankungen. Die elektrische Akupunktur konnte so nicht nur Schmerzen reduzieren, sondern auch den Knorpelabbau und Entzündungen der Gelenkinnenhaut verlangsamen.
Diese Erkenntnisse sind besonders relevant für den Akupressur-Punkt Gallenblase 34 (GB34), auch Yanglingquan genannt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt er seit jeher als der einflussreichste Punkt für die Gesundheit von Sehnen und Bändern. Die neue Studie liefert nun die wissenschaftliche Erklärung für diese jahrhundertealte klinische Erfahrung.
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Vom Erfahrungswissen zum biologischen Beweis
Die Studie mit dem Titel „Elektroakupunktur lindert KOA-induzierte Schmerzen und Knorpeldegeneration über den NGF/TrkA-Weg“ schließt eine entscheidende Lücke. Bislang beruhte die Anwendung von Akupunktur und Akupressur vor allem auf klinischer Evidenz und traditionellem Wissen. Jetzt wurde ein konkreter, messbarer Wirkmechanismus auf zellulärer Ebene identifiziert.
„Dies ist ein Durchbruch für die integrative Medizin“, kommentiert ein Experte. „Es zeigt, dass die Stimulation spezifischer Punkte nicht nur subjektiv wirkt, sondern direkt in neurobiologische und entzündliche Prozesse eingreift.“ Die Hemmung des NGF/TrkA-Signalwegs unterbricht den Teufelskreis aus Entzündung und Schmerz, der chronische Sehnenleiden wie eine Tennisellbogen oder Achillessehnenentzündung kennzeichnet.
Gallenblase 34: Der „Meisterpunkt“ für Sehnen und Bänder
Der Punkt GB34 befindet sich am äußeren Unterschenkel, knapp unterhalb des Knies vor dem Wadenbeinköpfchen. Seine zentrale Stellung in der Behandlung von Sehnenbeschwerden wird auch in aktuellen klinischen Studienprotokollen für 2026 bestätigt. Bei der Erprobung von Akupunktur gegen Kniearthrose wird GB34 standardmäßig mit lokalen Punkten kombiniert.
Die Hauptfunktionen von GB34 in der TCM:
* Entspannung der Sehnen: Behandlung von Steifheit, Verkrampfungen und Kontrakturen.
* Beseitigung von Feuchtigkeit-Hitze: Linderung von Entzündungszeichen wie Rötung und Schwellung, typisch für akute Tendinitis.
* Harmonisierung des Shaoyang: Ausgleich der Gallblasen-Leitbahn, die für seitliche Bewegungen und Flexibilität zuständig ist.
Die neuen Erkenntnisse legen nahe, dass der Druck auf GB34 die neurogene Entzündung modulieren kann, die chronische Sehnenprobleme so hartnäckig macht.
Breites Anwendungsspektrum: Von Arthrose bis Schlaganfall-Reha
Die Bedeutung von GB34 geht über orthopädische Schmerzen hinaus. Ein parallel heute von GeneOnline vorgestellter Bericht aus Südtaiwan untersucht die Rolle der Akupunktur in der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten.
Schlaganfall-Überlebende leiden häufig unter Spastizität – einer krankhaften Anspannung von Sehnen und Muskeln. Genau hier kommt GB34 erneut zum Einsatz. In der Schlaganfall-Reha dient der Punkt dazu, „die Leber zu besänftigen und die Sehnen zu lockern“, um die spastische Lähmung der Gliedmaßen zu reduzieren.
Die zeitgleiche Veröffentlichung dieser beiden Studien unterstreicht die Vielseitigkeit der Therapie. Ob es um die Verlangsamung des Knorpelabbaus im arthritischen Knie oder die Wiederherstellung der Beweglichkeit nach einem Schlaganfall geht – die Regulation der Sehnengesundheit ist der gemeinsame Nenner. GB34 ist in beiden Szenarien der therapeutische Schlüsselpunkt.
Praxistipps: So wenden Sie Akupressur bei GB34 an
Für die Selbstbehandlung zu Hause bieten die neuen Erkenntnisse eine wissenschaftlich fundierte Grundlage. Auch wenn die Studie mit Elektroakupunktur durchgeführt wurde, basiert die manuelle Akupressur auf denselben Prinzipien.
Anleitung zur Akupressur an GB34:
1. Punkt finden: Setzen Sie sich mit angewinkeltem Knie. Tasten Sie am äußeren Unterschenkel knapp unter dem Knie den vorspringenden Knochen (Wadenbeinköpfchen). Der Punkt liegt in der druckempfindlichen Vertiefung leicht davor und darunter.
2. Technik: Üben Sie mit dem Daumen oder Mittelfinger festen, tiefen Druck aus.
3. Dauer: Halten Sie den Druck für 2–3 Minuten oder massieren Sie mit kreisenden Bewegungen.
4. Empfindung: Ein Gefühl von Druck, Schwere oder einem leichten elektrischen Impuls (das sogenannte De Qi) zeigt an, dass der Punkt korrekt stimuliert wird.
Therapeuten empfehlen, GB34 mit lokalen Punkten in der Nähe der betroffenen Sehne zu kombinieren, um die Wirkung zu verstärken. Die neuen Daten deuten darauf hin, dass eine regelmäßige Stimulation nötig sein könnte, um die biochemischen Veränderungen für eine langfristige Schmerzlinderung zu erreichen.
Ausblick: Präzisere Therapien durch Grundlagenforschung
Die Veröffentlichung markiert einen starken Start für die integrative Medizin in 2026. Durch die Identifizierung spezifischer molekularer Ziele wie TrkA ebnen die Forscher den Weg für präzisere Therapieprotokolle.
Beobachter erwarten, dass künftige klinische Studien vermehrt Biomarker-Analysen einbeziehen werden, um diese Signalwege auch bei Patienten direkt nachzuweisen. Für GB34 könnte dies bedeuten, dass seine Validierung nicht nur auf der Funktion für die Bewegung, sondern als spezifischer Modulator neuro-entzündlicher Faktoren beruht.
Mit der wachsenden Evidenz dürfte die Integration von Punkten wie GB34 in standardisierte Physio- und Rehabilitationstherapien bei Sehnenverletzungen weiter Fahrt aufnehmen. Der „Meisterpunkt der Sehnen“ bleibt ein zentrales Werkzeug – nun gestützt durch die neuesten Einblicke in die Biologie des Schmerzes.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Beschwerden immer eine qualifizierte Fachperson.
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