Aktivrente, Steuerfreies

Aktivrente: Steuerfreies Zusatzeinkommen für Rentner startet holprig

20.02.2026 - 18:02:12 | boerse-global.de

Die neue Aktivrente ermöglicht Rentnern steuerfreien Zusatzverdienst, doch Software-Probleme führten zu falschen Lohnabrechnungen. Die Rückerstattung erfolgt automatisch.

Die neue „Aktivrente“ sollte Rentnern mehr Netto vom Brutto bringen. Doch bei der ersten Gehaltsabrechnung 2026 gab es für viele eine böse Überraschung. Statt der versprochenen Steuerersparnis wurde ihr Lohn voll versteuert. Was steckt hinter dem Fehlstart?

Die Bundesregierung hatte die Regelung zum Jahreswechsel eingeführt, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Rentner dürfen seit dem 1. Januar 2026 bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen. Das Vorhaben ist ambitioniert: Rund 168.000 erfahrene Arbeitskräfte könnten so länger dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die anfängliche Panne dämpft jedoch die Euphorie.

Wettlauf gegen die Zeit: Warum die Software nicht mithielt

Die Schuld für die falschen Abrechnungen liegt nicht bei den Arbeitgebern. Vielmehr war der Gesetzgebungsprozess ein Wettlauf gegen die Zeit. Das Gesetz passierte den Bundesrat erst am 19. Dezember 2025. Diese extrem kurze Frist reichte für die Anbieter von Lohnabrechnungssoftware nicht aus.

Die komplexen steuerlichen Änderungen konnten nicht mehr flächendeckend implementiert und getestet werden. Zudem klärte die Finanzverwaltung zentrale Auslegungsfragen erst im Februar. Die Folge: Im Januar rechneten viele Programme noch mit den alten Steuerparametern und behielten zu viel Lohnsteuer ein.

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Entwarnung für Betroffene: Das Geld kommt automatisch zurück

Für die betroffenen Rentner gibt es eine klare Entwarnung. Das zu viel gezahlte Geld ist nicht verloren. Sobald die Arbeitgeber die notwendigen Software-Updates eingespielt haben, erfolgt eine automatische Korrektur.

„Die meisten Systeme werden die zu viel einbehaltene Lohnsteuer in einer der folgenden Abrechnungen – voraussichtlich im Februar oder März – rückwirkend verrechnen und erstatten“, erklärt Steuerexpertin Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. Betroffene müssen nicht aktiv werden, sollten aber ihre kommenden Lohnzettel genau prüfen.

Eine Lehre für die digitale Gesetzesumsetzung

Der Vorfall zeigt die Herausforderungen bei der Integration neuer Gesetze in die digitale Infrastruktur der Unternehmen. Die Aktivrente gilt als wichtiges Instrument gegen den Fachkräftemangel. Der holprige Start unterstreicht jedoch, wie entscheidend ausreichende Vorlaufzeiten für technische Anpassungen sind.

Die anfängliche Verwirrung sorgte bei den motivierten Ruheständlern für Unmut. Branchenbeobachter betonen nun die Rolle der Arbeitgeber: Sie sind gefordert, ihre Rentner proaktiv über die Gründe der Panne und den Korrekturprozess zu informieren. Dieser Fehlstart bleibt eine lehrreiche – wenn auch ärgerliche – Episode für die deutsche Verwaltungspraxis.

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