Aktien Wien Schluss: ATX nach drei Verlusttagen erholt
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 18:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWSUnterstützung kam dabei von den Überseebörsen, wo Äußerungen aus der US-Notenbank Fed den Anlegern Anlass gaben, ihre Wetten auf eine Zinsanhebung der US-Notenbank Mitte September wieder etwas zurückzuschrauben.
Zum Sitzungsende lag der österreichische Leitindex ATX AT0000999982 0,67 Prozent im Plus auf 6.800,72 Punkten. Damit wurde die schwache Entwicklung der Vortage wieder ausgebügelt. Nach dem Rekordhoch vom Wochenstart bei gut 6.845 Einheiten hatten steigende Ölpreise und Anleiherenditen die Anleger verunsichert, Kaufimpulse waren in Wien zudem ausgeblieben. Der ATX Prime gewann am Donnerstag 0,60 Prozent auf 3.340,20 Zähler. Auch die europäischen Leitbörsen legten zu.
Aktien von Zumtobel AT0000837307 reagierten zwischenzeitlich mit einem kräftigen Kursplus auf ein verbessertes Ergebnis bei stagnierendem Umsatz, brachten jedoch nur einen Gewinn von 0,2 Prozent über die Ziellinie. Die Analysten der Erste Group sprachen von gemischten Ergebnissen. Die Margenentwicklung in den Sparten Lighting und Components sei ermutigend, doch ein enttäuschendes Ebit und die anhaltende Umsatzstagnation würden die positiven Aspekte einschränken.
Keine Kursreaktion brachte die Ankündigung der Neuzusammensetzung des ATX mit sich, die Änderungen hatten sich zuletzt bereits angedeutet. Per 21. September kehrt Mayr-Melnhof AT0000938204 nach einem Jahr in den österreichischen Leitindex zurück und löst damit die SBO ab. Bei Titeln von Mayr-Melnhof gab es ein Minus von 0,5 Prozent zu sehen, während die SBO-Papiere unverändert schlossen.
Unter den Schwergewichten gewannen Voestalpine AT0000937503-Aktien 1,9 Prozent und folgten damit einem freundlichen europäischen Branchenumfeld. Erste Group und Bawag AT0000BAWAG2 verbesserten sich um bis zu 1,6 Prozent. OMV AT0000743059 büßten dagegen 1,9 Prozent ein.
Klare Zuwächse verzeichneten die Versicherer. Aktien der Vienna Insurance Group verteuerten sich um 3,1 Prozent und die UNIQA legten 4,2 Prozent zu.
