Aktien Wien Schluss: ATX legt zu - US-Arbeitsmarktdaten beflügeln
Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 18:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer ATX AT0000999982 stieg um 0,85 Prozent auf 6.858,28 Punkte. Das europäische Umfeld zeigte sich überwiegend leicht im Plus.
International stand der US-Arbeitsmarktbericht im Fokus. Die Zahl der Beschäftigten in den USA ist im August deutlich stärker gestiegen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft stieg sie um 162.000. Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit 55.000 zusätzlichen Stellen gerechnet. Die Arbeitslosenquote verharrte wie erwartet bei 4,1 Prozent.
Neben der Preisstabilität hat die Fed das Ziel, für Vollbeschäftigung zu sorgen. Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. An den Finanzmärkten wird nun gerätselt, ob sich die Fed Mitte des Monats zu einer Zinserhöhung durchringen kann. Notenbankchef Kevin Warsh hatte zuletzt Sorge wegen der hartnäckigen Inflation geäußert und nannte den Arbeitsmarkt zugleich "recht stabil". Nach den Arbeitsmarktdaten zum Wochenschluss ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf 65 von 55 Prozent gestiegen, hieß es.
Die Meldungslage zu den österreichischen Unternehmen blieb zum Wochenausklang sehr dünn. Unter den Einzelwerten führten AT&S AT0000969985 mit einem Plus von mehr als elf Prozent die Gewinnerliste im Prime Market an. Technologiewerte profitierten europaweit von guten Vorgaben aus Asien und den USA. RHI AT0000676903 Magnesita legten um 8,8 Prozent zu.
Bei den Indexschwergewichten gewannen Voestalpine AT0000937503 2,8 Prozent auf 46,72 Euro. In Studie zum europäischen Stahlsektor hatten die Analysten der Deutschen Bank ihr Kursziel für die Aktien von Voestalpine von 60 auf 63 Euro angehoben und ihr Votum "Buy" bestätigt.
Die Bankwerte zeigten sich mehrheitlich mit negativen Vorzeichen. So schlossen die Titel der Bawag AT0000BAWAG2 0,9 Prozent tiefer, und Raiffeisen Bank International AT0000606306 verloren 0,5 Prozent. Die Aktionäre der Erste Group AT0000652011 konnten hingegen ein kleines Plus von 0,1 Prozent verbuchen.
