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Aktien New York: Dow mit schwachem Wochenauftakt - Nasdaq im Plus

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 20:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

An der Wall Street hat der Handel am Dienstag nach dem verlängerten Wochenende schwach begonnen.

Auf die Stimmung drückten die weiter steigenden Ölpreise, die der Angst vor bald steigenden Zinsen neue Nahrung gaben. Dass die Europäische Zentralbank (EZB) bereits an diesem Donnerstag erneut an der Zinsschraube drehen wird, gilt als nahezu sicher.

Der stärker von Standardwerten geprägte Dow Jones Industrial US2605661048 gab zwei Stunden vor Schluss um ein Prozent auf 52.885 Punkte nach, während der marktbreite S&P 500 US78378X1072 um 0,4 Prozent auf 7.690 Zähler fiel.

Der Nasdaq 100 US6311011026 schlug sich besser, denn er profitierte von steigenden Kursen bei vielen Aktien mit KI-Fantasie. Gebremst von den fallenden Kursen bei einigen Schwergewichten wie Apple US0378331005, Nvidia US67066G1040 oder Microsoft US5949181045 schaffte es der technologielastige Leitindex mit 29.578 Punkten aber nur mit 0,1 Prozent ins Plus.

"Angesichts einer Woche, die reich an marktbewegenden Ereignissen ist, bleibt die Risikobereitschaft gedämpft", sagte ein Marktteilnehmer mit Blick auf die EZB und die am Freitag anstehenden US-Inflationszahlen. Die Spannungen im Nahen Osten dominierten mit steigenden Ölpreisen die Nachrichtenlage und belasteten weiterhin die Stimmung. Unter Anlegern herrsche daher in der Breite Unsicherheit, auch wenn bestimmte Bereiche des KI-Sektors weiterhin stark nachgefragt würden.

Gerade in der Chipbranche knüpften viele Werte an ihre Kursgewinne vom Freitag an, was der Börsianer immer noch mit Nachwehen der Ankündigung eines noch leistungsfähigeren KI-Modells vom ChatGPT-Entwickler OpenAI begründete. Branchengrößen wie AMD US0079031078, ARM US0420682058 oder Broadcom US11135F1012 legten um bis zu sechs Prozent zu.

Über ein fast zehnprozentiges Plus konnten sich die Anleger von Intel US4581401001 freuen, nachdem das Magazin DigiTimes berichtete, dass der Prozessorhersteller voraussichtlich die Preise anheben werde. Zudem wurde eine Analystenhochstufung durch Northland Securities als Stütze hervorgehoben.

Der Kurs von Qualcomm US7475251036 zog um drei Prozent an nach einer Mitteilung, wonach der eigentlich auf Handychips fokussierte Hersteller eine Partnerschaft mit Amazon US0231351067 zur Lieferung maßgeschneiderter Datencenter-Chips eingeht. Diese geht außerdem einher mit Optionen auf einen Aktienbezug.

Im Technologiebereich waren auch Aktien aus dem Bereich der Quantencomputer begehrt. Wie die drei Unternehmen D-Wave Quantum US26740W1099, Rigetti Computing US76655K1034 und Quantinuum US74768A1043 mitteilten, erhalten sie jeweils 100 Millionen US-Dollar vom US-Handelsministerium, um die Forschung im Bereich Quantencomputing auszubauen.

Aktien der Ölkonzerne Chevron US1667641005, ExxonMobil US30231G1022 und ConocoPhillips US20825C1045 profitierten etwas davon, dass die Ölpreise weiter steigen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Lieferung im November näherte sich weiter der 100-Dollar-Marke.

Am Markt wurde als Treiber unter anderem auf Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien verwiesen. Das größte Ölförderland in der Golfregion stoppte daraufhin die Produktion in einigen Anlagen nahe der Grenze zum Jemen.

Dyne Therapeutics US26818M1080 prägte das generell schwache Pharma-Branchenumfeld mit einem Kurseinbruch um 15 Prozent. Die Aktien gerieten in den Sog negativer Nachrichten von Novartis CH0012005267 wegen vergleichbarer Medikamentenkandidaten.

Der Schweizer Pharmariese musste nach dem Studienflop mit dem Herz-Kreislauf-Mittel Pelacarsen einen weiteren Rückschlag mit dem Medikament Del-desiran gegen die Muskelkrankheit Myotone Dystrophie hinnehmen.

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