Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Brent-Ölpreis bei fast 100 Dollar bremst den Dax

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 14:25 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Weiter steigende Ölpreise haben am Dienstag am deutschen Aktienmarkt auf die Stimmung gedrückt.

Der Leitindex Dax DE0008469008 lag am frühen Nachmittag moderat im Minus bei 25.975 Punkten. Damit holte das Börsenbarometer Verluste vom Vormittag aber weitgehend wieder auf. Händler berichteten von einem schleppenden Börsengeschehen bei geringen Handelsumsätzen.

Ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent hat sich der runden Marke von 100 US-Dollar angenähert. Auch der Preis für die US-Ölsorte WTI und der europäische Gaspreis legten kräftig zu. Händler begründeten den weiteren Anstieg unter anderem mit Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien. Das größte Ölförderland in der Golfregion stoppte daraufhin die Produktion in einigen Anlagen nahe der Grenze zum Jemen.

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten halte die Inflationssorgen am Leben, schrieb Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets. Das dürfte dafür sorgen, dass höhere Zinsen für längere Zeit eingepreist werden. "Der Ölpreis bleibt damit das Fieberthermometer der Aktienmärkte", so der Marktexperte.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen legte um ein halbes Prozent auf 32.560 Punkte zu. Hier halfen die Kursgewinne von Indexschwergewichten wie Porsche AG DE000PAG9113, Knorr-Bremse DE000KBX1006 und DWS DE000DWS1007. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 lag wie der Dax moderat im Minus.

Bei den Einzelwerten sorgten Kommentare von Analysten für Bewegung: Fresenius DE000FRE5EN2-Aktien setzten sich mit einem Kursplus von fast 4 Prozent an die Spitze des Dax. Die Großbank UBS attestiert den Aktien des Gesundheitskonzerns fast 30 Prozent Aufwärtspotenzial und hat sie weiterhin zum Kauf empfohlen

Infineon DE0006231004-Aktien büßten nach einer Abstufung durch Morgan Stanley gut 4 Prozent ein. Bei dem Chip-Hersteller sehen die Experten zunächst kaum noch Auftrieb für die Markterwartungen.

Kaufempfehlungen der Citigroup für die Aktien von Kion DE000KGX8881 und Nordex DE000A0D6554 verhalfen diesen zu Aufschlägen von 6,4 respektive 1,4 Prozent. Kion war damit größter Gewinner im MDax.

Anteile des Vermögensverwalters DWS DE000DWS1007 verteuerten sich um 2 Prozent, angetrieben von einem Kaufvotum der US-Bank Jefferies. DWS-Aktien haben seit Jahresbeginn um fast 37 Prozent zugelegt.

Unter den kleineren Titeln im SDax DE0009653386 fielen Hornbach Holding DE0006083405 auf mit einem Kurssprung von 5 Prozent und dem höchsten Stand seit Ende vergangenen Jahres. Der Baumarktkonzern hat im zweiten Geschäftsquartal eine robuste Nachfrage verzeichnet./bek/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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