Aktien Europa: Leichte Verluste - Märkte bleiben vorsichtig
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 12:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAnfänglichen Erholungsversuchen ging damit rasch die Luft aus, wobei neue Konjunkturdaten nicht hilfreich waren. "Aus Europa kam eine Vielzahl an Einkaufsmanagerindizes, die ein sehr wechselhaftes aber grundsätzlich schwächeres Konjunkturbild zeichneten", stellte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets fest.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Mittag 0,26 Prozent auf 6.345,84 Punkte. Außerhalb des Euroraums tendierte der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 kaum verändert, während der britische FTSE 100 GB0001383545 um 0,16 Prozent auf 10.773,74 Zähler anzog.
Die Vorsicht der Marktteilnehmer lag nicht zuletzt an den anstehenden US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. "Da die Erstanträge ein sehr niedriges Niveau aufweisen und daher keine Schwäche hinsichtlich der Beschäftigungsentwicklung erkennen lassen, wird mit Blick auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht ein Stellenplus erwartet", merkten die Volkswirte der Helaba dazu an. "Sollte sich dies bestätigen, könnten Vertreter der US-Notenbank darin bestärkt werden, die Leitzinsen alsbald zu erhöhen."
Stärkster Sektor waren die Medienwerte. Dabei gab das Schwergewicht Publicis FR0000130577 den Takt vor. Die Aktie des französischen Werbeunternehmens zog um 3,5 Prozent an. Sie profitierte damit von einem milliardenschweren Auftrag von Pepsico US7134481081. Dagegen gerieten Aktien des Wettbewerbers Omnicon unter Druck, nachdem das Unternehmen im Rennen um das Werbebudget der Amerikaner leer ausgegangen war.
Verluste erlitten auch die Luxuswerte. Signale vom wichtigen chinesischen Markt waren durchwachsen ausgefallen. Die Marktstrategen der Deutschen Bank werteten die von der Agentur RatingDog ermittelten Einkaufsmanagerindizes als Hinweis dafür, dass die Erholung der heimischen Nachfrage schleppend verlaufe. LVMH FR0000121014 verloren 2,2 Prozent und Hermes drei Prozent.
Bei den Ölwerten setzte sich die jüngste Korrektur fort, nachdem die Ölpreise weiter gesunken waren. "Die US-Angriffe konzentrieren sich derzeit vor allem darauf, die Risiken für die Schifffahrt in der Straße von Hormus zu verringern", stellte Marktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets fest. "Das nimmt etwas Druck aus dem Markt."
