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AKTIE IM FOKUS 2: Gea Group begehrt wegen erhöhter Jahresprognose

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 11:43 Uhr | dpa.de

FRANKFURT - Nach einem überraschend starken Quartal erfreuen sich die Anleger der Gea Group DE0006602006 am Mittwoch an anspruchsvolleren Jahreszielen des Unternehmens.

(Neu: mehr Details und Analystenkommentare)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Nach einem überraschend starken Quartal erfreuen sich die Anleger der Gea Group DE0006602006 am Mittwoch an anspruchsvolleren Jahreszielen des Unternehmens. Die Titel des Maschinenbauers stiegen am Vormittag als zweitbester Dax DE0008469008-Wert um 5,4 Prozent auf 62,45 Euro. Mit 63,30 Euro näherten sie sich in der Spitze dem bisherigen Monatshoch von 63,90 Euro, das etwas mehr als zwei Wochen alt ist. Darüber würde den Aktien das höchste Niveau seit März winken.

Gea Group legte am späten Dienstagabend Eckdaten für das abgelaufenen Quartal vor und nahm diese zum Anlass für anspruchsvollere Umsatz- und Margenprognosen. 2026 werde das organische Umsatzwachstum bei sechs bis acht Prozent liegen statt der bisher angepeilten fünf bis sieben Prozent. Vor Restrukturierungsaufwand soll die operative Marge (Ebitda) nun bei 17,0 bis 17,4 Prozent liegen.

Einem Händler zufolge sind die Ziele eine positive Überraschung, auch wenn es bereits erfreuliche Aussagen im Rahmen eines Analysten-Briefings gegeben habe.

Mit Blick auf das zweite Quartal sahen Börsianer den Auftragseingang, den Umsatz und das operative Ergebnis über den Erwartungen. Analyst Thorsten Reigber von der DZ Bank sprach deshalb von einer guten Entwicklung und leitete von dem Ausblick des Anlagenbauers ab, dass der Analystenkonsens für das operative Ergebnis (Ebitda) kurzfristig um zwei bis drei Prozent steigen dürfte.

Sebastian Künne von RBC schrieb, das Management spreche von positiven Perspektiven für die zweite Jahreshälfte. Dies gebe dem Markt Zuversicht, dass sich die gute Dynamik bei Gea fortsetze.

Das untere Ende der bis 2030 angepeilten Margenzielspanne sei bereits im laufenden Geschäftsjahr erreichbar, dies bilde sich so aber auch schon im Konsens ab, fuhr DZ-Experte Reigber fort. Diese Einschätzung teilte Akash Gupta von JPMorgan. Er betonte jedoch, dass dies noch nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten müsse. Die mittelfristige Zielsetzung könnte in den kommenden Quartalen noch höher gesteckt werden, vermutet er.

Für die Gea-Aktien war 2026 bislang durchwachsen, doch dank des Kurssprungs am Mittwoch liegen mit einem Jahresplus von aktuell fast acht Prozent wieder im Dax-Mittelfeld. Auch das Rekordhoch kommt in greifbare Nähe: Es stammt mit 66,80 Euro aus dem August 2025./tih/ajx/mis

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