Aixtron Aktie: Optoelektronik springt auf 52 Prozent
24.05.2026 - 15:31:49 | boerse-global.deGoldman Sachs hat bei Aixtron die Meldeschwelle überschritten und sich mit über neun Prozent an dem Halbleiterausrüster beteiligt. Der Schritt fällt in eine Phase, in der sich das operative Geschäft fundamental dreht. Die Aktie notiert nahe ihrem Zehnjahreshoch.
Am 20. Mai meldete die US-Investmentbank einen Stimmrechtsanteil von 9,02 Prozent, davon 5,52 Prozent direkt über Aktien. Zwei Tage später reduzierte sich die Gesamtposition leicht auf 8,93 Prozent – eine übliche Nachjustierung im Meldeverfahren.
Die Aktie schloss am Freitag bei 53,40 Euro, nur 1,73 Prozent unter dem Zehnjahreshoch von 54,34 Euro. Der RSI von 21,2 deutet auf eine technische Überverkauftheit hin. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf 172,80 Prozent.
Operativer Wendepunkt
Der Anteilsaufbau fällt nicht zufällig in diese Phase. Entscheidend ist die Verschiebung im Produktmix: Optoelektronik-Systeme für Rechenzentren und 3D-Sensing-Laser steigerten ihren Anteil am Geräteerlös von zehn Prozent im Vorjahr auf 52 Prozent im ersten Quartal.
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Hinzu kommen konkrete Großaufträge. Lumentum bestellte mehrere G10-AsP-MOCVD-Systeme für KI-Netzwerk-Anwendungen. Renesas erhielt Planeten-G5+C-Systeme für die Galliumnitrid-Produktion – ein Segment, das ab dem zweiten Halbjahr deutlich anziehen soll.
Prognose nach oben korrigiert
Aixtron hob im April die Umsatzguidance für 2026 von 520 auf 560 Millionen Euro an. Die erwartete EBIT-Marge stieg auf 17 bis 20 Prozent. Der Auftragsbestand wuchs zum 31. März auf 359,1 Millionen Euro, nach 307,9 Millionen im Vorjahr.
Für das zweite Quartal erwartet das Management rund 110 Millionen Euro Umsatz – die Auslieferung größerer Systeme beginnt. Eine Erholung der SiC-Nachfrage wird frühestens im zweiten Halbjahr 2026 erwartet.
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