Aixtron, Aktie

Aixtron Aktie: JPMorgan hebt EBIT-Schätzung um 30 Prozent

13.05.2026 - 17:28:13 | boerse-global.de

Aixtron präsentiert auf der Hauptversammlung einen Rekord-Auftragsbestand, der die schwachen Q1-Zahlen überstrahlt und die optimistische Prognose stützt.

Aixtron Aktie: JPMorgan hebt EBIT-Schätzung um 30 Prozent - Bild: über boerse-global.de
Aixtron Aktie: JPMorgan hebt EBIT-Schätzung um 30 Prozent - Bild: über boerse-global.de

Aixtron geht mit Rückenwind in die Hauptversammlung. Der Kurs läuft stark, JPMorgan bleibt optimistisch, und der Auftragseingang zeigt neue Stärke. Unter der Oberfläche bleibt der Konflikt klar: Das erste Quartal war im Ergebnis schwach, während die Nachfrage für Optoelektronik deutlich anzieht.

Die ordentliche Hauptversammlung findet am 13. Mai 2026 um 10.00 Uhr statt.

Die Aktie notiert bei 50,06 Euro und steigt am Mittwoch um 6,51 Prozent. Seit Jahresanfang summiert sich das Plus auf 155,73 Prozent.

JPMorgan setzt auf Optik und Energie

JPMorgan bleibt bei „Overweight“ und nennt weiter ein Kursziel von 54,50 Euro. Analyst Craig McDowell verweist auf positive Signale aus den Absatzmärkten Optik und Energie. Er hob seine EBIT-Schätzungen für die nächsten Jahre um bis zu 30 Prozent an.

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Der entscheidende Punkt ist die Nachfrage nach optoelektronischen Anlagen. Aixtron legte dafür eine indikative Spanne vor, deren Umsatzpotenzial über den Markterwartungen liegt. Das stützt die These, dass die schwache Ergebnislage nur eine Delle sein könnte.

Schwaches Ergebnis, starke Aufträge

Das erste Quartal liefert den Stoff für die Debatte. Der Umsatz sank auf 59,4 Millionen Euro, nach 112,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von 47 Prozent.

Beim Ergebnis zeigte sich der Druck noch deutlicher. Das EBIT fiel auf minus 22,3 Millionen Euro, nach plus 3,3 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der operative Cashflow entwickelte sich dagegen besser.

Beim Auftragseingang sieht das Bild anders aus. Er erreichte 171,4 Millionen Euro und lag 30 Prozent über dem Vorjahr. Optoelektronik-Systeme steuerten 118 Millionen Euro bei.

Das ist der Kern der Aixtron-Story: Die aktuellen Zahlen wirken schwach, der Auftragseingang aber erzählt eine andere Geschichte. Mehrere Kunden bestellten Multi-Tool-Systeme. Der Auftragsbestand stieg auf 359,1 Millionen Euro, nach 257,8 Millionen Euro zum Jahresende.

Prognose, Finanzierung und Malaysia

Aixtron hat die Jahresprognose angehoben. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand nun 560 Millionen Euro Umsatz, mit einer Bandbreite von 30 Millionen Euro nach oben und unten. Zuvor lag die Mitte der Prognose bei 520 Millionen Euro.

Die Bruttomarge soll rund 42 Prozent erreichen. Auch die EBIT-Marge soll über der alten Spanne liegen. Das Management setzt darauf, dass größere Systemauslieferungen ab dem laufenden Quartal anlaufen.

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Auf der Hauptversammlung steht unter anderem die Verwendung des Bilanzgewinns zur Abstimmung. Ein Tagesordnungspunkt entfällt. Aixtron platzierte im April unbesicherte Wandelschuldverschreibungen über 450 Millionen Euro, die bis April 2031 laufen.

Die Anleihen können in Aktien gewandelt werden. Das entspricht rund 7,9 Prozent des Grundkapitals. Der anfängliche Wandlungspreis liegt bei 50,375 Euro. Den Erlös will Aixtron für Wachstum, Akquisitionen und mögliche Aktienrückkäufe nutzen.

Parallel dazu baut das Unternehmen seine Präsenz in Asien aus. In der Region Penang soll ein neuer Standort für Montage und Tests entstehen. Die Investition liegt bei rund 40 Millionen Euro, der Betriebsstart ist für 2027 geplant.

Für das zweite Quartal erwartet Aixtron rund 110 Millionen Euro Umsatz, mit einer Bandbreite von 10 Millionen Euro. Danach soll die GaN-Nachfrage anziehen; bei SiC rechnet das Management erst später mit Erholung. Der Markt wird nun daran messen, wie schnell der hohe Auftragsbestand in Umsatz und Marge sichtbar wird.

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