Aixtron Aktie: Durststrecke geht weiter
27.02.2026 - 01:15:42 | boerse-global.deDer Anlagenbauer Aixtron veröffentlichte heute seine Zahlen für 2025 – und die bestätigen, was sich bereits abzeichnete: Das schwache Marktumfeld hinterlässt deutliche Spuren. Der Umsatz rutschte um 12 Prozent auf 556,6 Millionen Euro ab, das operative Ergebnis (EBIT) sackte um ein Viertel auf 100,3 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 85,3 Millionen Euro hängen, ein Fünftel weniger als im Vorjahr.
Die Ursachen sind bekannt: Träge Nachfrage nach Leistungshalbleitern auf Basis von Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid (GaN). Dahinter steckt vor allem die Flaute bei E-Autos, Smartphones und Laptops. Besonders bitter: Im LED-Geschäft inklusive Micro-LEDs konnte der Rückgang nur teilweise durch den Aufschwung in der Optoelektronik ausgeglichen werden. Immerhin landete Aixtron beim Umsatz am oberen Ende der zuletzt kommunizierten Prognose von 530 bis 565 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erreichte mit 18 Prozent das angestrebte Niveau.
Und 2026? Wird wohl auch kein Jubeljahr
Konzernchef Felix Grawert bleibt vorsichtig: Für das laufende Jahr stellt er einen Umsatz von rund 520 Millionen Euro in Aussicht – mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 30 Millionen Euro. Die EBIT-Marge soll zwischen 16 und 19 Prozent liegen. Das Problem: Im wichtigen SiC-Geschäft erwartet Aixtron einen "deutlichen Rückgang", da die Überkapazitäten am Markt weiter erheblich sind. Ein moderates Wachstum bei GaN und ein starkes Plus in der Optoelektronik werden das nur teilweise auffangen.
Das Optoelektronik-Segment bleibt damit der Lichtblick. Die Nachfrage nach Anlagen zur Herstellung von Lasern profitiert weiter vom Bedarf schneller optischer Datentransfers in KI-Rechenzentren und beim Video-Streaming. Doch das reicht nicht, um die Schwäche in anderen Bereichen zu kompensieren.
Grawert setzt derweil den Rotstift an: Am Stammsitz Herzogenrath wurde Anfang 2026 ein Personalabbau vereinbart. Die damit verbundenen Kosten im mittleren einstelligen Millionenbereich sind im Ausblick bereits berücksichtigt.
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Hoffnung ruht auf 2027
Längerfristig zeichnet sich jedoch Besserung ab. Die Elektromobilität soll durch die verstärkte Einführung von 800-Volt-Batteriesystemen zu einem vermehrten Einsatz von SiC-Bauteilen führen – sowohl im Antriebsstrang als auch in der Ladeinfrastruktur. Das dürfte sich ab 2027 positiv auf die Nachfrage nach effizienteren SiC-Chips auswirken.
Auch bei GaN sieht das Management mittelfristig deutliches Potenzial. DZ-Bank-Analyst Armin Kremser verweist auf Nvidias geplanten breiten Hochlauf der 800-Volt-Architektur in KI-Rechenzentren im Jahr 2027. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 könnten steigende Bestellungen für Aixtron-Anlagen sichtbar werden, so der Experte. Seine Einschätzung: "Für den Markt dürfte die Tatsache, dass 2026 ein weiteres Übergangsjahr wird, daher weniger stark ins Gewicht fallen."
Die Börse reagierte heute zwiegespalten: Nach einem deutlichen Kursrutsch von gut zehn Prozent am Morgen erholte sich die Aktie im Tagesverlauf und drehte ins Plus. Zuletzt notierte sie bei 24,77 Euro mit einem Zuwachs von 2,14 Prozent. Immerhin: Die Dividende soll trotz des Gewinnrückgangs stabil bei 15 Cent je Aktie bleiben – ein Signal, dass das Management an die mittelfristige Erholung glaubt.
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