AirTag 2: Apples neuer Tracker findet mehr und macht mehr Lärm
23.02.2026 - 08:25:12 | boerse-global.deApple hat seinen beliebten Gegenstands-Tracker deutlich verbessert. Die zweite Generation des AirTag bietet eine größere Reichweite, einen lauteren Lautsprecher und eine tiefere Integration in das Apple-Ökosystem. Fast fünf Jahre nach dem Original adressiert das Update Nutzerfeedback und erweitert den Nutzen durch leistungsfähigere Hardware und Software. Damit festigt Apple die Marktposition seines Trackers.
Präzises Finden mit neuer Ultra-Wideband-Technologie
Das Herzstück des Upgrades ist ein neuer Chip. Der Ultra-Wideband (UWB)-Chip der zweiten Generation ermöglicht die „Präzisionssuche“. Diese Funktion leitet Nutzer mit Richtungspfeilen und Entfernungsangaben auf ihrem iPhone direkt zum verlorenen Gegenstand. Die Reichweite dieser präzisen Ortung wurde um bis zu 50 Prozent erhöht.
Erstmals funktioniert die Präzisionssuche auch auf der Apple Watch. Besitzer einer Apple Watch Series 9, Ultra 2 oder neuer können so Gegenstände direkt vom Handgelenk aus lokalisieren, ohne das iPhone zücken zu müssen. Ein verbesserter Bluetooth-Chip erweitert zudem die generelle Reichweite, über die ein AirTag im „Finden“-Netzwerk geortet werden kann.
Die Macht der Masse: Das „Finden“-Netzwerk
Die Grundfunktion des AirTag basiert auf Apples riesigem, crowdsourced „Finden“-Netzwerk. Millionen Apple-Geräte weltweit erkennen anonym die Bluetooth-Signale eines verlorenen Trackers und melden den Standort verschlüsselt an den Besitzer zurück. So können Gegenstände gefunden werden, die sich weit außerhalb der eigenen Bluetooth-Reichweite befinden – ob in einer anderen Stadt oder einfach auf der anderen Seite des Parks.
Lautere Alarme und nahtlose Integration für Reisende
Für die Suche in der Nähe hat Apple den Lautsprecher überarbeitet. Er ist 50 Prozent lauter als beim Vorgänger und hat einen neuen, markanteren Ton. So ist der Alarm etwa aus einem vollen Rucksack oder unter Kissen doppelt so weit zu hören.
Ein neues Feature namens „Standort teilen“ erweitert den Nutzen für Reisende. Nutzer können den Standort ihres AirTags temporär und sicher mit Dritten teilen, etwa mit einer Fluggesellschaft. Apple kooperiert hier mit über 50 Airlines. Diese Integration in deren Kundenservice soll die Suche nach fehlgeleitetem Gepäck erleichtern. Ein IT-Dienstleister der Branche berichtet bereits von ersten Erfolgen: Seit der Einführung sei die Zahl der Gepäckverzögerungen um 26 Prozent und die der komplett verlorenen Koffer um 90 Prozent gesunken.
Vertrautes Design, unveränderter Preis – und anhaltende Datenschutz-Debatten
Äußerlich und preislich ändert sich nichts. Der neue AirTag behält das kompakte, runde Design bei und verwendet die gleiche austauschbare CR2032-Knopfzelle. Alle bestehenden Hüllen und Schlüsselringe bleiben kompatibel. Ein einzelner Tracker kostet weiterhin umgerechnet etwa 29 Euro, ein Vierer-Pack rund 99 Euro.
Trotz des praktischen Nutzens ist die Technologie nicht unumstritten. Immer wieder gibt es Berichte über den Missbrauch von Ortungs-Trackern zum Stalking. Apple betont, dass AirTags zum Verfolgen von Gegenständen, nicht von Personen entwickelt wurden, und verurteilt jeden böswilligen Gebrauch. Das Unternehmen hat proaktive Sicherheitsfunktionen implementiert, die Nutzer warnen, wenn ein fremder AirTag über längere Zeit mit ihnen mitreist. Eine aktuelle Untersuchung von Consumer Reports bescheinigte dem Apple AirTag unter Bluetooth-Trackern die höchsten Werte bei Datenschutz und Sicherheit.
Apple verwendet viele Fachbegriffe wie Ultra‑Wideband, „Präzisionssuche“ oder „Standort teilen“ – das kann gerade Einsteiger verwirren. Das kostenlose iPhone‑Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Apple‑Begriffe leicht verständlich und hilft Ihnen, Funktionen rund um AirTag, iPhone und Apple Watch sicher zu verstehen. Das iPhone‑Lexikon gratis herunterladen
Mit dem AirTag 2 zeigt Apple sein Bestreben, sein Zubehör-Ökosystem stetig zu verfeinern. Die erweiterte Integration in die Apple Watch und die Partnerschaften mit Airlines deuten auf eine Zukunft hin, in der das Wiederfinden persönlicher Gegenstände noch nahtloser in den Alltag und das Reisen integriert ist. Der Balanceakt zwischen leistungsstarker Ortung und robustem Privatsphärenschutz bleibt dabei eine zentrale Herausforderung.
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