AirPods Pro 3: IR-Kameras trotz ausgereiztem Innenleben?
19.02.2026 - 04:39:11Apple plant angeblich eine High-End-Version der AirPods Pro 3 mit Infrarotkameras. Doch aktuelle Teardown-Analysen zeigen: In den aktuellen Ohrhörern ist buchstäblich kein Platz mehr. Wie soll das funktionieren?
Seit dieser Woche kursieren Berichte, wonach Apple die AirPods-Pro-Linie aufspalten will. Neben dem Standardmodell soll noch 2026 eine „verbesserte“ Variante mit Infrarot(IR)-Kameras erscheinen. Diese Sensoren sollen keine Bilder schießen, sondern Gestensteuerung für das Apple-Vision-Pro-Ökosystem ermöglichen. Doch die jüngsten Zerlegungen der aktuellen AirPods Pro 3 offenbaren eine innere Architektur, die kaum Spielraum für solche Upgrades lässt.
Die Herausforderung: Kameras im „Null-Raum“-Design
Um die Machbarkeit einzuschätzen, lohnt ein Blick ins Innere der aktuellen Generation. Fachmedien wie iFixit und TechInsights zerlegten die Ende 2025 erschienenen AirPods Pro 3 und attestierten ihnen eine Reparierbarkeit von 0/10.
Die Komponenten sind in einer origamiartigen Faltung verbaut und mit reichlich Klebstoff versiegelt. Jeder Kubikmillimeter ist ausgenutzt. Besonders kritisch ist die Platzierung der 0,221-Wh-Knopfzellenbatterie, die fest zwischen Lautsprecher und Hauptplatine geklebt ist. IR-Kameramodule benötigen jedoch zusätzliche Energie für Betrieb und Datenverarbeitung. Woher soll diese kommen?
H3-Chip und thermisches Management als Schlüssel
Analysen deuten darauf hin, dass das aktuelle Modell noch mit dem Apple-H2-Chip arbeitet. Die Echtzeitverarbeitung von räumlichen Kameradaten würde aber mehr Rechenleistung erfordern. Es wird spekuliert, dass das High-End-Modell einen neuen H3-Prozessor erhalten wird.
Doch mehr Leistung bedeutet mehr Wärme. In einem Gerät, das im Gehörgang sitzt, ist die Kühlung ein kritischer Faktor. Die aktuellen Teardowns zeigen keine dedizierten Kühlmechanismen. Kamera-ausgestattete Modelle bräuchten neue Wärmeleitmaterialien oder eine Drosselung, um Überhitzung zu vermeiden.
Externe Änderungen und Kompromisse
Die Integration der Optik würde auch das Gehäuse verändern. Die IR-Kameras benötigen eine freie Sichtlinie. Mögliche Austrittsstellen am Stiel oder der Außenschale könnten jedoch die aktuelle Wasserschutzklasse IP57 gefährden. Apple stünde vor der Wahl: das Gehäuse minimal zu vergrößern – ein ästhetisch umstrittener Schritt – oder andere Komponenten zu verkleinern, was teuer oder riskant für die Akkulaufzeit wäre.
Software-Updates als Indiz für die Zukunft
Während die Hardware-Gerüchte lauter werden, arbeitet Apple weiter an der Software. Am 16. Februar 2026 veröffentlichte das Unternehmen ein neues Public-Beta-Firmware-Update (Build 8B5034f) für die aktuelle Pro-Generation. Die spärlichen Veröffentlichungshinweise geben wie üblich wenig preis. Code-Analysten suchen nun nach versteckten Hinweisen auf „visuelle Eingabe“ oder „Gestenkalibrierung“, die die Hardware-Leaks untermauern könnten.
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Die Aufspaltung in Standard- und Premium-Modelle folgt einer bekannten Apple-Strategie, wie von iPad und iPhone bekannt. Die Physik eines Ohrhörers ist jedoch unnachgiebig. Sollte der Zeitplan für Herbst 2026 halten, hat Apples Engineering-Team das Platzproblem gelöst – sehr wahrscheinlich zu einem deutlich höheren Preis als den aktuellen 249 US-Dollar. Bis dahin bleiben die AirPods Pro 3 ein Wunder der Miniaturisierung, das scheinbar keine neuen Tricks mehr aufnehmen kann.
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