Airbus, American

Airbus: American Airlines reduziert A321XLR um 10 Jets

01.05.2026 - 05:43:27 | boerse-global.de

Airbus verzeichnet im ersten Quartal 2026 einen Gewinneinbruch von 52 Prozent und kämpft mit Lieferkettenproblemen sowie einer reduzierten Bestellung von American Airlines.

Airbus: American Airlines reduziert A321XLR um 10 Jets - Foto: über boerse-global.de
Airbus: American Airlines reduziert A321XLR um 10 Jets - Foto: über boerse-global.de

Rekordverdächtige Auftragsbücher treffen auf leere Werkshallen. Bei Airbus klaffen Anspruch und Realität im ersten Quartal 2026 spürbar auseinander. Während die Nachfrage nach Langstreckenjets hoch bleibt, bremsen fehlende Triebwerke und Kabinenteile die Produktion massiv aus.

Storno bei American Airlines

Ein Dämpfer kommt aus den USA. American Airlines hat ihre Bestellung für den neuen Langstreckenjet A321XLR von 50 auf 40 Maschinen reduziert. Dieser Schritt trifft den europäischen Flugzeugbauer in einer ohnehin angespannten Phase.

Dennoch bleibt das Modell ein zentraler Baustein für viele Flotten. Erst Ende April übergab Airbus die erste Maschine dieses Typs an Air Canada. Die Stornierung der US-Amerikaner spiegelt vielmehr eine striktere Kapitaldisziplin in der aktuellen Wirtschaftslage wider.

Fehlende Toiletten und einbrechender Gewinn

Die operativen Probleme schlagen voll auf die Bilanz durch. Im ersten Quartal stürzte das bereinigte operative Ergebnis um 52 Prozent auf 300 Millionen Euro ab. Der Umsatz sank parallel dazu auf 12,65 Milliarden Euro.

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CEO Guillaume Faury fand dafür im Earnings Call ungewohnt deutliche Worte. Das Unternehmen leide unter einer Entkopplung von Produktion und Auslieferung. Konkret fehlen Triebwerke des Zulieferers Pratt & Whitney, aber auch profane Kabinenteile wie Sitze und Toiletten.

Die Folge ist ein massiver Aufbau von unfertigen Maschinen. Der freie Cashflow rutschte infolgedessen tief ins Minus. Airbus lieferte im Auftaktquartal lediglich 114 Verkehrsflugzeuge aus, während ein Rekordauftragsbestand von über neuntausend Jets abgearbeitet werden muss.

Neues Management und technisches Bild

Um diese industriellen Hürden zu meistern, baut der Konzern seine Führungsebene um. Ab dem 18. Mai übernimmt Eric Kirstetter als neuer Strategiechef. Er soll das Unternehmen durch die volatilen Lieferketten und den geplanten Produktionshochlauf steuern.

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Am Markt spiegelt sich die angespannte Lage wider. Die Airbus-Aktie schloss zuletzt bei 42,40 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut 13 Prozent. Ein extrem niedriger RSI-Wert von 10,9 signalisiert eine stark überverkaufte Situation.

Trotz der aktuellen Gegenwinde hält der Vorstand an seiner Jahresprognose fest. Das Ziel bleibt die Auslieferung von rund 870 Flugzeugen. Das erfordert eine massive Aufholjagd in der zweiten Jahreshälfte.

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