Airbus Aktie: RSI 10,9 signalisiert Überverkauf
29.05.2026 - 04:13:53 | boerse-global.deAirbus kämpft mit hartnäckigen Turbulenzen in der Produktion. Während die weltweite Nachfrage nach neuen Jets boomt, muss der Konzern seine Kunden nun auf spürbare Verzögerungen vorbereiten. Betroffen sind sowohl die Kurzstrecken-Hoffnung A320neo als auch das Langstrecken-Modell A350.
Triebwerke und Altlasten bremsen aus
Die Auslieferungen der A320neo-Familie verspäten sich im Schnitt um bis zu zwei Monate. Diese Engpässe könnten sich bis ins Jahr 2028 ziehen. Parallel dazu gerät der Zeitplan für den Großraumjet A350 ins Stocken, wobei die Verzögerungen hier bis 2030 anhalten dürften.
Beim A320neo hakt es vor allem an fehlenden Triebwerken von CFM International und Pratt & Whitney. Hinzu kommen nötige Nachbesserungen an Rumpfbauteilen eines Zulieferers. Beim A350-Programm bremst die Integration ehemaliger Spirit-AeroSystems-Werke. Veraltete Anlagen in North Carolina und eine hohe Fluktuation beim Personal erschweren dort den reibungslosen Hochlauf.
Produktion deutlich unter Vorjahr
Die operativen Daten belegen den Rückschlag. In den ersten vier Monaten des Jahres lieferte Airbus 136 Maschinen der A320neo-Reihe aus. Das entspricht einem Schnitt von 34 Flugzeugen pro Monat. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei über 50 Einheiten.
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Ähnlich schleppend verläuft das Geschäft mit dem A350. Bisher wurden im laufenden Jahr lediglich 15 Maschinen übergeben. Damit bleibt Airbus mit weniger als vier Jets pro Monat hinter dem eigentlichen Zielwert von sechs Auslieferungen zurück.
Ungeachtet dieser Delle hält das Management an seinem langfristigen Ziel fest. Bis Ende 2027 soll die Rate für die A320-Familie auf 70 bis 75 Stück steigen.
Aktie technisch massiv überverkauft
An der Börse hinterlassen die Nachrichten Spuren. Die Aktie notiert aktuell bei 44,00 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 10,2 Prozent an Wert verloren. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 10,9 gilt das Papier technisch als massiv überverkauft.
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