Airbus, Aktie

Airbus Aktie: Lufthansa bestellt zehn A350-900

21.05.2026 - 04:29:46 | boerse-global.de

Airbus verzeichnet mit über 9.000 Flugzeugen einen Rekordauftragsbestand, kämpft aber mit sinkenden Auslieferungen und einem deutlichen Kursrückgang.

Airbus Aktie: Lufthansa bestellt zehn A350-900 - Foto: über boerse-global.de
Airbus Aktie: Lufthansa bestellt zehn A350-900 - Foto: über boerse-global.de

Airbus eröffnet ein neues Tech Hub in Kanada, sichert sich einen Großauftrag von Lufthansa — und warnt Kunden gleichzeitig vor Lieferverzögerungen beim A350. Das Bild ist widersprüchlich.

Neues Forschungszentrum in Mirabel

Der neue Standort in Mirabel, Quebec, konzentriert sich auf drei Bereiche: nachhaltige Materialien, Dekarbonisierungstechnologien wie Batterien und Wasserstoffsysteme sowie die Weiterentwicklung des A220-Programms. Das Zentrum ergänzt bestehende Innovationshubs in Südkorea, Japan, Singapur und den Niederlanden.

Airbus will in Kanada gezielt lokale Expertise in künstlicher Intelligenz und nachhaltiger Luftfahrt nutzen. Das Ziel: künftige Flugzeuggenerationen schneller entwickeln.

Lufthansa bestellt zehn A350-900

Der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG hat den Kauf von zehn weiteren Airbus A350-900 genehmigt. Die Lieferungen sind für 2032 bis 2034 geplant. Der Auftrag stärkt das Langstreckensegment — ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem Airbus neue Warnungen an Kunden wegen möglicher A350-Verzögerungen herausgegeben hat.

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Im ersten Quartal 2026 lieferte der Konzern 114 Flugzeuge aus. Im Vorjahreszeitraum waren es 136 — ein spürbarer Rückgang.

Rekordrückstand, aber Kurs gehalten

Der Auftragsbestand kletterte auf 9.037 Flugzeuge — ein Rekordwert. Für das Gesamtjahr 2026 hält Airbus an rund 870 geplanten Auslieferungen fest. Das bereinigte EBIT-Ziel liegt bei etwa 7,5 Milliarden Euro, der freie Cashflow vor Kundenfinanzierung bei rund 4,5 Milliarden Euro.

Im Verteidigungsbereich absolvierte Airbus gemeinsam mit der spanischen Marine taktische Flugversuche in Rota. Im Fokus stand die Zusammenarbeit zwischen bemannten und unbemannten Systemen.

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Barclays bewertet die Aktie mit „Buy", die Erste Group Bank hingegen mit „Hold" — und verweist auf ein komplexes operatives Umfeld. Kein Wunder: Die Aktie notiert rund 12 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt und hat seit Jahresbeginn mehr als 15 Prozent verloren. Der RSI von knapp 11 signalisiert eine stark überverkaufte Lage.

Ob Airbus die Lieferlücke im zweiten Halbjahr schließen kann, entscheidet maßgeblich darüber, ob das Jahresziel von 870 Auslieferungen noch erreichbar bleibt — und ob die Aktie ihren Boden gefunden hat.

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