Airbus Aktie: Hinter Boeing zurückgefallen
29.04.2026 - 22:43:20 | boerse-global.deDer weltgrößte Flugzeugbauer hat sein erstes Quartal 2026 mit einem deutlichen Rückschlag abgeschlossen — und das ausgerechnet hinter dem krisengeplagten US-Rivalen Boeing. Ausgerechnet ein amerikanischer Triebwerkshersteller macht Airbus das Leben schwer.
Wenn der Zulieferer zum Engpass wird
114 Passagiermaschinen hat Airbus im ersten Quartal ausgeliefert — so wenige wie seit 2009 nicht mehr. Der Grund: Pratt & Whitney kommt mit der Triebwerkslieferung nicht hinterher. Betroffen sind vor allem die gefragte A320neo-Familie sowie der kleinere A220. Ein Rückruf tausender Turbinen wegen eines Materialfehlers, der bereits seit 2023 läuft, bindet die Kapazitäten des US-Herstellers — und Airbus zahlt die Zeche.
Der Umsatz sank im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 12,65 Milliarden Euro. Neben den rückläufigen Auslieferungen belastete der schwache US-Dollar, da Flugzeuge in Dollar abgerechnet werden. Der bereinigte operative Gewinn brach um mehr als die Hälfte auf 300 Millionen Euro ein. In der Verkehrsflugzeugsparte war das Minus noch drastischer: minus 84 Prozent auf nur noch 81 Millionen Euro operativen Gewinn. Unterm Strich verdiente der Konzern 586 Millionen Euro — ein Rückgang von rund einem Viertel, aber immerhin mehr als Analysten im Schnitt erwartet hatten.
Besonders ins Auge sticht der freie Mittelabfluss: Fast 2,5 Milliarden Euro verbrannte Airbus im Quartal vor Kundenfinanzierungen — gegenüber nur 310 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das war deutlich mehr als von Experten geschätzt.
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Lichtblick Rüstung, Hoffnung China
Nicht alles lief schlecht. Die Defence- und Space-Sparte legte spürbar zu und federte den Einbruch im zivilen Geschäft teilweise ab. Zudem meldete Konzernchef Guillaume Faury, dass eine längere Lieferstreitigkeit mit China nun aus dem Weg geräumt ist — rund 20 Flugzeuge, die deshalb im ersten Quartal nicht übergeben werden konnten, lassen sich jetzt nachholen.
An der Auftragslage ändert sich unterdessen wenig. Der Auftragsbestand lag Ende März bei mehr als 9.000 Passagier- und Frachtflugzeugen, was der Produktion von über zehn Jahren entspricht. Stornierungen durch den Iran-Krieg? Bisher keine, wie Faury betonte.
Das Jahresziel hält Airbus aufrecht: rund 870 Auslieferungen, ein bereinigter operativer Gewinn von etwa 7,5 Milliarden Euro und ein positiver freier Barmittelzufluss von rund 4,5 Milliarden Euro. Das Management erwartet allerdings, dass sich die Auslieferungen stärker als gewohnt in die zweite Jahreshälfte verlagern — 2025 wurden allein im Dezember 136 Maschinen übergeben.
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Die Aktie quittierte die Zahlen mit einem Minus von knapp zwei Prozent im nachbörslichen Handel. Im bisherigen Jahresverlauf summieren sich die Verluste damit auf rund 16 Prozent.
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