Airbus Aktie: Gewinn um 52% auf 300 Millionen eingebrochen
30.04.2026 - 09:03:42 | boerse-global.de398 Nettobestellungen in einem Quartal — 95 Prozent mehr als im Vorjahr. Dass Airbus ausgerechnet jetzt einen Gewinneinbruch von 52 Prozent meldet, zeigt, wie weit Nachfrage und operative Realität derzeit auseinanderklaffen.
Drei Probleme, ein schwaches Quartal
Das bereinigte operative Ergebnis fiel im ersten Quartal 2026 auf 300 Millionen Euro, nach 624 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 7 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Airbus lieferte 114 Verkehrsflugzeuge aus — 22 weniger als im Vorjahresquartal. Damit überholte Boeing den europäischen Hersteller erstmals seit Jahren bei den vierteljährlichen Auslieferungen.
CEO Guillaume Faury sprach offen von einem „schwachen" Quartal, verwies aber auf drei konkrete und seiner Einschätzung nach vorübergehende Ursachen: Verwaltungsprobleme bei Lieferungen an chinesische Kunden verzögerten fast 20 bereits fertiggestellte Flugzeuge. Ein Rumpfpanel-Problem aus dem Vorjahr zieht sich noch bis ins zweite Quartal. Und der anhaltende Engpass bei Triebwerken von Pratt & Whitney bremst die Produktionshochläufe — nicht nur 2026, sondern auch 2027.
Cashflow unter Druck
Besonders auffällig ist die Verschlechterung beim freien Cashflow. Vor Kundenfinanzierung lag er bei minus 2,5 Milliarden Euro — verglichen mit minus 310 Millionen im ersten Quartal 2025. Die Nettoliquidität sank von 12,2 Milliarden Euro zum Jahresende 2025 auf 9,8 Milliarden Euro Ende März.
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Das Management erklärt den Abfluss mit dem planmäßigen Lageraufbau und den ausgebliebenen Auslieferungen. Sobald die aufgestauten Flugzeuge übergeben werden, soll sich das Bild drehen — für das zweite Quartal erwartet Airbus wieder positiven freien Cashflow.
Rüstung als Gegengewicht
Während das Zivilflugzeuggeschäft schwächelte, lieferte die Rüstungssparte ein starkes Quartal. Airbus Defence and Space steigerte den Auftragseingang auf knapp 5 Milliarden Euro — fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBIT der Sparte stieg auf 130 Millionen Euro, nach 77 Millionen im Vorjahr.
Jahresziele unverändert, Auftragsbestand auf Rekordniveau
Airbus hält an seiner Jahresprognose fest: rund 870 Auslieferungen, ein bereinigtes EBIT von etwa 7,5 Milliarden Euro und ein freier Cashflow vor Kundenfinanzierung von rund 4,5 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand wuchs auf 9.037 Flugzeuge — vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
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Die Aktie legte nach der Ergebnispräsentation am 28. April um 1,1 Prozent zu, was zeigt, dass Investoren den stabilen Ausblick und den starken Auftragseingang höher gewichteten als den Gewinnrückgang. BofA Research bestätigte die Kaufempfehlung, sprach aber von einem schwachen Jahresstart. Im laufenden Jahr hat die Aktie rund 17 Prozent verloren — der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt mehr als 25 Prozent.
Ob Airbus die Jahresziele erreicht, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell Pratt & Whitney die Triebwerkslieferungen hochfährt. Faury rechnet damit, dass die Rumpfpanel-Problematik bis Ende des zweiten Quartals weitgehend abgearbeitet ist — dann wird sich zeigen, ob der Auslieferungsrückstand tatsächlich aufgeholt werden kann.
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