Airbus, Aktie

Airbus Aktie: 300-Millionen-Auftrag aus Rumänien

10.06.2026 - 21:24:56 | boerse-global.de

Airbus hält an Auslieferungszielen fest, während geopolitische Krisen den Aktienkurs belasten. Neues Rüstungskonsortium gegründet.

Airbus Aktie: Stabiles Orderbuch trotz geopolitischer Spannungen
Airbus - Ein modernes Airbus-Flugzeug auf einer Startbahn bei Sonnenaufgang, mit einem Flughafen-Terminal im Hintergrund. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Steigende Ölpreise, Spannungen am Persischen Golf — und Airbus-Chef Guillaume Faury sieht keinerlei Anzeichen für Stornierungen oder Verschiebungen von Flugzeugbestellungen. Das ist eine bemerkenswert klare Aussage in einem unruhigen Umfeld.

Orderbuch bleibt stabil

Brent-Rohöl nähert sich der Marke von 93 Dollar je Barrel, nachdem es zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran nahe der Straße von Hormus kam. Trotzdem halten Airlines an ihren langfristigen Flottenplanungen fest. Treibstoffeffiziente Modelle wie der A320neo und der A350 bleiben gefragt.

Der globale Auftragsrückstand der Branche übersteigt 18.000 Flugzeuge. Das durchschnittliche Flottenalter weltweit liegt bei einem Rekordhoch von 15,2 Jahren. Erneuerungsbedarf gibt es also reichlich.

Frischen Rückenwind liefert ein Hubschraubervertrag mit Rumänien. Airbus Helicopters sicherte sich einen Auftrag des rumänischen Innenministeriums im Wert von knapp 300 Millionen Euro. Geliefert werden zwölf Mehrzweckhubschrauber — sieben vom Typ H160 und fünf H145. Die H160-Maschinen übernehmen Zivilschutz und Überwachung, die H145 kommen bei Rettungseinsätzen und medizinischen Evakuierungen zum Einsatz.

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Neue Rüstungsallianz nach FCAS-Scheitern

Das Aus für das deutsch-französische Kampfflugzeugprojekt FCAS war ein herber Rückschlag. Airbus reagiert schnell. Das Unternehmen bestätigte die Gründung des Konsortiums „Team Gen 6" — gemeinsam mit Hensoldt, Diehl Defence, MTU Aero Engines, MBDA, Liebherr, Autoflug und Rohde & Schwarz.

Die Gruppe hat der Bundesregierung ein Positionspapier für ein neues Kampfflugzeug der sechsten Generation vorgelegt. Das Konzept setzt auf offene Systemarchitektur und mögliche Kompatibilität mit dem britisch-japanisch-italienischen Programm GCAP. Deutschland soll diesmal die Führungsrolle übernehmen.

Lieferungen laufen, Kurs hinkt hinterher

Operativ läuft es rund. Im Mai lieferte Airbus 81 Verkehrsflugzeuge aus — Boeing kam im gleichen Monat auf 60. Hinzu kamen 379 Bruttobestellungen allein in diesem Monat. CEO Faury bekräftigte das Jahresziel von rund 870 Auslieferungen für 2026. Neue Produkte wie eine mögliche A220-500 stehen vorerst hinten an. Lieferkettenstabilität hat Vorrang.

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Die Aktie notiert bei 43,40 Euro und hat sich in den vergangenen sieben Tagen um gut drei Prozent erholt. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Minus von rund elf Prozent zu Buche — der Kurs liegt noch knapp acht Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Solange Airbus seine Auslieferungsziele einhält und das Orderbuch stabil bleibt, fehlt es dem Kurs weniger an Substanz als an Vertrauen.

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