Airbus Aktie: 100-Flugzeuge-Duell mit Boeing um SMBC
Veröffentlicht: 18.07.2026 um 20:51 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ein Auftrag über 100 Flugzeuge, zwei Konzerne, ein Termin: Kommende Woche startet die Farnborough International Airshow, und im Zentrum steht ein Duell zwischen Airbus und Boeing um einen der größten Leasing-Kunden der Branche.
Die Airbus-Aktie schloss am Freitag bei 48,60 Euro, ein Plus von 0,41 Prozent. Der Kurs bewegt sich damit rund 6,6 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 45,60 Euro. Ein Signal für intakten kurzfristigen Aufwärtstrend, während der RSI von 54,7 auf neutrale Dynamik hindeutet.
Wettlauf um SMBC Aviation Capital
Boeing und Airbus buhlen beide um einen Großauftrag von SMBC Aviation Capital, einem der größten Flugzeugvermieter der Welt. Boeing verhandelt Insidern zufolge fortgeschritten über rund 100 Maschinen vom Typ 737 Max. Airbus wiederum führt eigene Gespräche mit SMBC über eine ähnlich große Bestellung des A320neo.
Ein Erfolg würde Airbus' Dominanz im Segment der Schmalrumpfflugzeuge weiter festigen. Die A320neo-Familie führt die Bestellstatistik in diesem Jahr bereits an. Für SMBC hingegen geht es um mehr als nur Verhandlungsmacht – die Leasingfirma sichert sich Produktionsplätze, die über Jahre hinweg über ihre Flottenverfügbarkeit entscheiden.
Enge Kapazitäten treiben die Show
Der Wettbewerb um SMBC trifft auf eine Branche mit spürbar knappen Fertigungskapazitäten. Airbus und Boeing verbuchten im ersten Halbjahr 2026 zusammen 1.210 Bestellungen – deutlich mehr als der Schnitt von 995 Flugzeugen im gleichen Zeitraum der Jahre 2022 bis 2025. Der gemeinsame Auftragsbestand beider Hersteller liegt bei etwa 16.000 Maschinen.
Bei Airbus allein kamen im zweiten Halbjahr 2025 rund 506 Bruttobestellungen hinzu, im ersten Halbjahr 2026 weitere 886. Zusammen macht das etwa 1.392 Bestellungen, angetrieben von der A320neo-Familie. Allein im März sorgte eine Bestellwelle über 331 Maschinen für einen Ausschlag nach oben – ausgelöst durch Flottenerneuerungen bei Leasingfirmen und chinesischen Airlines.
Analysten erwarten, dass die Messe vom 20. bis 24. Juli in Hampshire diesen Schwung bestätigt. Die Analysefirma IBA rechnet mit bis zu 875 kommerziellen Bestellungen und Absichtserklärungen während der Airshow. Ihr Chefökonom verweist dabei auf die zunehmende Knappheit verfügbarer Produktionsplätze für A320neo und 737 Max – diese sind nach aktuellen Prognosen bis etwa 2033 weitgehend ausgebucht.
Genau diese Verknappung erklärt die Eile auf beiden Seiten. Wer jetzt keinen Slot sichert, wartet im schlimmsten Fall Jahre auf neue Flugzeuge.
Kursbild bleibt intakt
Die Airbus-Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen um 6,11 Prozent zugelegt und notiert auf Zwölfmonatssicht 7,52 Prozent im Plus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 55,00 Euro, erreicht am 12. Januar, ist der Titel noch 11,64 Prozent entfernt. Vom Tief bei 38,40 Euro im März hat sich die Aktie bereits um 26,56 Prochen erholt.
Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 152,41 Milliarden Euro. Der Kurs notiert über dem 200-Tage-Durchschnitt von 47,19 Euro – ein Zeichen, dass der übergeordnete Trend nach oben zeigt, auch wenn das Rekordhoch aus dem Januar noch nicht wieder in Reichweite ist.
Die Farnborough Airshow öffnet am Montag ihre Tore. Ob SMBC seine Bestellung tatsächlich bei Airbus oder bei Boeing platziert, dürfte als Stimmungsbarometer für die gesamte Leasingbranche gelten. Airbus geht mit einem Rekordauftragsbestand in die zweite Jahreshälfte – Investoren werden in den kommenden fünf Messetagen genau auf die Bestätigung des SMBC-Deals und weitere große Abschlüsse achten.
Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 18. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
