ai.com startet Super-Bowl-Kampagne für autonome KI-Assistenten
08.02.2026 - 00:30:12KI-Agenten sollen nicht mehr nur antworten, sondern aktiv Aufgaben erledigen – dieser Wandel erreicht nun den Massenmarkt. Das Unternehmen ai.com startet heute eine Plattform für persönliche KI-Assistenten und setzt auf einen Millionen-Auftritt im Super Bowl.
Vom Chatbot zum „Do-bot“: KI, die handelt
Der Schritt markiert einen strategischen Wechsel. Bisher dominierten generative KI-Modelle, die Texte oder Bilder erstellen. ai.com setzt nun auf agentische KI, die eigenständig handelt. Nutzer können in etwa 60 Sekunden einen persönlichen Agenten einrichten. Dieser soll dann eigenständig Workflows automatisieren, Kalender verwalten oder sogar Aktiengeschäfte ausführen – stets auf Basis expliziter Nutzererlaubnisse.
Ein Kernfeature: Fehlt dem Agenten eine Fähigkeit für eine Aufgabe, kann er sie sich autonom aneignen. Diese Verbesserungen werden laut Unternehmen im Netzwerk geteilt. So soll ein Ökosystem entstehen, in dem alle Agenten voneinander lernen und ihr Leistungsspektrum stetig erweitern.
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Massenmarkt-Strategie mit Super-Bowl-Rückenwind
Hinter dem Vorstoß steht Kris Marszalek, der auch CEO von Crypto.com ist. Er überträgt dessen Strategie zur Nutzerakquise nun auf den KI-Markt. Die Grundlage legte 2025 der Erwerb der Premium-Domain ai.com für schätzungsweise 70 Millionen Euro.
Der offizielle Start wird durch eine Werbung während des Super Bowl LX am heutigen Abend (MEZ Montagfrüh) verstärkt. Die Ausstrahlung im US-Fernsehen gehört zu den teuersten und meistgesehenen Werbeplätzen weltweit. Die Botschaft soll so Millionen Zuschauer erreichen.
Sicherheit und das Freemium-Modell
Doch je mächtiger die Assistenten werden, desto drängender sind Fragen zu Sicherheit und Kontrolle. ai.com betont, Privatsphäre sei zentral. Jeder Agent operiere in einer abgeschotteten, verschlüsselten Umgebung. Alle Aktionen benötigten explizite Erlaubnis und blieben unter Nutzerkontrolle.
Die Plattform startet mit einem Freemium-Modell. Ein Basis-Zugang ist kostenlos, für erweiterte Funktionen und höhere Nutzungslimits fallen Gebühren an. Damit will das Unternehmen die Hürde für erste Tests senken und eine breite Adoption fördern. Während Konkurrenten wie Google oder Microsoft oft auf Geschäftskunden setzen, zielt ai.com direkt auf Privatnutzer.
Dezentrales Netzwerk als Langfristvision
Die langfristige Vision des Unternehmens ist ambitioniert. Es strebt ein dezentrales Netzwerk aus potenziell Milliarden von Agenten an, die zusammenarbeiten und sich selbst verbessern. Dies soll die Entwicklung einer allgemeinen künstlichen Intelligenz (AGI) beschleunigen.
Bereits geplant sind tiefere Integrationen in Finanzdienstleistungen, ein Marktplatz für Agenten und soziale Netzwerke, in denen Menschen mit ihren KI-Assistenten interagieren. Die Reaktion auf die Super-Bowl-Werbung und die frühe Nutzerakzeptanz werden ein Indikator sein: Ist die breite Öffentlichkeit bereit für KI, die wirklich handelt?
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